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Halo-Einführung 2018

FIA drückt Cockpit-Bügel durch

Renault - Halo-Test - Formel 1 - 2016 Foto: xpb 23 Bilder

Die FIA will den Halo-Cockpitschutz mit aller Macht in der F1-Saison 2018 einführen. In der Strategie-Gruppen-Sitzung konnten sich die Teams nicht mehr wehren. Mit dem Argument der Sicherheit wurde der Bügel durchgedrückt.

19.07.2017 Michael Schmidt 18 Kommentare

Der Halo kommt. Schon 2018 werden die Formel 1-Autos nach aktuellem Stand mit dem ringförmigen Gestell über dem Cockpit unterwegs sein. Das bestätigte der Weltverband FIA nach der Sitzung der Strategiegruppe am Mittwoch (19.7.2017), bei dem alle 10 Teams anwesend waren.

Obwohl sich die Mehrheit der Rennställe (9 von 10) gegen die Einführung des unförmigen Bügels ausgesprochen hat, wichen die Regelhüter nicht von ihrer Linie ab und sprachen sich für die Einführung schon in der kommenden Saison aus. Als Grund für die unpopuläre Entscheidung wurden Sicherheitsbedenken vorgetragen. Nach einer Studie der Experten sind die Fahrer mit dem Halo besser gegen herumfliegende Objekte geschützt als ohne. In solchen Fällen ist die Zustimmung der Teams nicht notwendig.

Teams sollen Halo ansehnlicher gestalten

Kritiker führen an, dass der Sicherheitsgewinn nur gering ist und die negativen Auswirkungen auf den Look der Grand Prix-Rennwagen damit nicht aufgewogen werden. Doch für die Ästhetik hatte die FIA kein Ohr. Am Ende konnten die Teams der Behörde nur noch das Zugeständnis abringen, dass der Heilgenschein optisch noch etwas ansehnlicher gestaltet werden soll, als bei den ersten Testversionen.

In der Saison 2016 hatten alle Fahrer den Schutzbügel ausprobiert. Nicht alle Piloten, für die der Halo ja eigentlich konzipiert wurde, äußerten sich anschließend positiv. Vor allem die Evakuierung des Cockpits im Falle eines Unfalls wurde bemängelt. Einige Fahrer berichteten von einem beklemmenden Gefühl mit dem Käfig um den Helm.

Mercedes - Halo-Test - Formel 1 - 2016 Foto: sutton-images.com
Die meisten Fans hatten gehofft, dass der Halo schon vom Tisch sei. Ist er aber nicht.

Um ein genaueres Bild der Stimmungslage zu bekommen, startete die FIA in der Winterpause eine Umfrage unter den Piloten. Dabei sprach sich eine knappe Mehrheit gegen den Halo aus. Daraufhin wurde nach Alternativen gesucht. Vor allem in die Cockpitscheibe „Shield“ wurden große Hoffnungen gesetzt. Doch der erste Praxistest von Sebastian Vettel mit der Verglasung in Silverstone fiel ernüchternd aus. Der Heppenheimer berichtete von einem verzerrten Sichtfeld. „Es war, als würde man schielen“, so der Deutsche.

Shield-Test bringt Halo wieder ins Spiel

Weil die Entwicklung der Autos für 2018 nun langsam in die heiße Phase geht, hatten die Ingenieure der Teams die FIA zu einer schneller Entscheidung gedrängt. Die meisten waren davon ausgegangen, dass das Thema Cockpitschutz noch einmal um ein weiteres Jahr auf die lange Bank geschoben wird. Doch die FIA entschied anders und brachte den Halo wieder ins Spiel.

Neben den Teams und den Fahrern lehnt auch die Mehrheit der Fans das Gestell ab. Der am häufigsten genannte Grund: Formel-Autos müssen offen bleiben. Auch der verzweifelte Versuch, jedes minimale Restrisiko auszuschließen trift bei vielen Zuschauern auf Kritik. „Ein bisschen Nervenkitzel gehört beim Rennsport einfach dazu“, erklärte auch Renault-Pilot Nico Hülkenberg stets. Neben Max Verstappen gehört der Rheinländer zu den härtesten Gegnern der Sicherheitsfanatiker.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Bilder der Tests mit dem Halo Schutzbügel aus der Vorsaison.

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Neuester Kommentar

Sicherheit hin Sicherheit her.
Immer noch geht es um eine Sportart, mit erheblichem Gefährdungspotential für die Akteure. Aber sie wissen worauf sie sich einlassen und erhalten dafür eine nicht unerhebliche finanzielle Entschädigung. (OK - manche müssen sich erst einkaufen). Dennoch ist mir das Gejammere nach mehr Sicherheit total überflüssig. Erst waren die Autos zu schnell, dann kamen Rillenreifen und Lösungen für schwächere Motoren. Dann wurde wieder alles umgedreht. Manchmal gab es auch stimmen dazu, dass Rennstrecken nicht mehr geeignet seien. Ja was denn nun - sind es Rennfahrer oder sind es keine.

Mir stellen sich bei näherer Betrachtung die Fragen: Hat dieses Halo-System irgendeine Alibifunktion zu Gunsten eines bestimmten Teams? Weil Sinn zu mehr Sicherheit macht es überhaupt keinen. Was ist mit den anderen Formel-Klassen, sind die weniger "gefährdet"? Kommen evtl. bald Vollverkleidungen für Reifen? Vielleicht wurden die ja auch schon von einem Team getestet?

Ich halte die Halo-Aktion sogar für gefährlich. Fliegende Kleinteile könnten abgelenkt werden und erst recht den Fahrer treffen. Außerdem stelle ich mir eine Bergung eines Fahrers sehr problematisch vor.
Nicht besonders gut durchdacht von den "Fachleuten" - oder gerade doch?

elamobil 20. Juli 2017, 19:01 Uhr
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