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Hamilton-Crash in Hockenheim: Kein Red Bull-Drama bei McLaren

Lewis Hamilton Crash

Nach dem Unfall von Lewis Hamilton im ersten Training zum GP England hat die Konkurrenz umsonst gehofft. Bei McLaren bricht trotz des stark beschädigten Autos nicht wie bei Red Bull in Silverstone der Teilenotstand aus. Hamilton trat am Nachmittag mit einem Ersatz-Unterboden an.

Es passierte nach 65 Minuten des ersten Trainings. Lewis Hamilton feuerte seinen McLaren-Mercedes beim Rausbeschleunigen aus der zweiten Kurve in einen Reifenstapel. Tempo geschätzte 200 km/h. Der McLaren traf die Streckenbegrenzung zuerst mit der Nase, dann mit dem Heck. So entstand maximaler Schaden.

Nur noch Chassis intakt am Hamilton-McLaren

"Wir wechseln alle vier Ecken des Autos aus. Eigentlich ist nur noch das Chassis intakt", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh. Die zweieinhalb Stunden Pause reichten nicht für die Totaloperation. Hamilton trat das zweite Training mit Verspätung an.

Da McLaren in Hockenheim zum zweiten Versuch mit dem neuen Diffusor antrat, kam bei der Konkurrenz Hoffnung auf, dass der WM-Spitzenreiter vor eine ähnliche Entscheidung gestellt würde wie Red Bull mit seinem Frontflügel vor 14 Tagen. Whitmarsh musste seine Gegner enttäuschen. "Wir haben einen Ersatzunterboden dabei, und der kommt am Nachmittag ans Auto."

Regen und Crash stören Testprogramm

Das regnerische Wetter stellt die McLaren-Ingenieure vor eine harte Probe. In Silverstone hatten sie das Experiment mit dem neuen Diffusor abbrechen müssen, weil die Fahrer über ein nervöses Fahrverhalten klagten. Sie hatten ihre ganzen Hoffnungen auf den ersten Trainingstag von Hockenheim gesetzt. Doch der Regen machte einer lückenlosen Datenerfassung einen Strich durch die Rechnung.

Die beiden McLaren waren im Heckbereich vollgestopft mit Messinstrumenten, um möglichst viele Informationen zu sammeln. "Ich denke, wir können es riskieren, mit dem neuen Boden zu fahren", sagt Whitmarsh. "Wir haben jetzt zwei Testtage bei schwierigen Bedingungen hinter uns. Es ist nicht ideal, aber diese Erfahrungen sollten trotzdem ausreichen."

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Michael Schmidt

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