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Hamilton-Crash mit Ansage

Eislaufen mit Intermediates

Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 5. Juni 2015 Foto: Wilhelm 103 Bilder

Lewis Hamilton erlebte einen ereignisreichen Trainingstag in Kanada. Der letzte von 3 Fehlern endete in der Bande. Der Pilot nahm den Crash auf die eigene Kappe. Doch das Team traf zumindest eine Mitschuld.

06.06.2015 Tobias Grüner

Nach der unglücklichen Niederlage von Monaco war Lewis Hamilton am ersten Trainingstag von Montreal wieder für die großen Schlagzeilen zuständig. "Ich habe heute 3 Fehler gemacht", gab der Mercedes-Pilot nach den beiden Übungseinheiten zu.

In der Früh legte der Weltmeister am Ausgang der Haarnadel-Kurve eine Pirouette auf den noch trockenen Asphalt. Plötzlich stand Hamilton mit seinem Mercedes entgegen der Fahrtrichtung. "Das war ein Problem mit der Technik. Die Hinterreifen haben plötzlich blockiert", entschuldigte der Pilot den Dreher.

Der Ausrutscher blieb zum Glück noch ohne Folgen, genau wie die spektakuläre Flugeinlage über die Kerbs der Zielschikane am Nachmittag. "Da habe ich einfach etwas spät gebremst."

Hamilton mit Aquaplaning auf Intermediates

Beim dritten Zwischenfall ging die Sache dann nicht mehr so glimpflich aus. Auf nasser Bahn geriet Hamilton beim Anbremsen der Haarnadel ins Aquaplaning. Der Pilot wurde von den Bedingungen überrascht. "Das nehme ich auf meine Kappe. Die Straße war sehr rutschig. Ich war noch nicht einmal besonders schnell unterwegs, aber beim Anbremsen auf Kurve 10 hat es sich angefühlt wie Eis. Ich war nur noch Passagier."

Die Konkurrenz wunderte sich, warum Hamilton überhaupt bei den Bedingungen unterwegs war – und dann auch noch mit Intermediates. "Die richtigen Regenreifen wären wohl eher angesagt gewesen", schmunzelte Pirelli-Sportchef Paul Hembery. Auch Nico Hülkenberg wunderte sich: "Bei der Menge an Wasser auf dem Asphalt hätte ich mich eher für andere Reifen entschieden."

Bergefahrzeug beschädigt Mercedes-Heck

Hamilton versuchte sich zu rechtfertigen: "Es war nicht meine Entscheidung rauszugehen. Aber es hat uns immerhin nichts gekostet. Man muss es abhaken und die positiven Erkenntnisse des Tages sehen. Das Auto hat sich ansonsten gut angefühlt."

Doch warum ist Mercedes das Risiko im Regen überhaupt eingegangen? Technikdirektor Paddy Lowe erklärt die Idee dahinter: "Wir wollten eigentlich ein paar Startübungen absolvieren um die Kupplung zu kalibrieren. Das kann man auch bei leichtem Regen mit Intermediates machen. Aber dann nahm der Regen plötzlich an Intensität zu. Das hat Lewis leider auf dem falschen Fuß erwischt."

Zum Pech kam auch noch Unglück hinzu. Das Auto steckte mit der Nase fest im Reifenstapel. Beim Versuch den Silberpfeil mit dem Kran herauszuziehen kam der Mercedes am Haken plötzlich ins Pendeln und stieß mit dem Heck am Bergefahrzeug an. "Der Schaden hält sich zum Glück in Grenzen", nahm Lowe den Fauxpas locker.

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