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Hamilton

"Doppelerfolg wäre großartig"

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Trotz geteilter WM-Führung und guter Testergebnisse sieht sich Lewis Hamilton in Hockenheim nicht als Favorit. Im Interview erklärt der 23-Jährige, warum es bis zum Ende der Saison spannend bleiben wird.

17.07.2008

Können wir nach Ihrem spektakulären Sieg in Silverstone mit dem nächsten Coup in Hockenheim rechnen?
Hamilton: Man kann nie etwas erwarten im Motorsport.

Was erwarten Sie beim zehnten Formel-1-Lauf?
Hamilton: Punkte zu machen. Wir versuchen, zusammen aufs Podium zu fahren. Ein Doppelerfolg wäre natürlich großartig.

Wer sind weshalb beim Großen Preis von Deutschland Ihre härtesten Rivalen?
Hamilton: Dieselben Fahrer wie immer, dieselben, die mit mir die Weltmeisterschaft anführen. Kimi Räikkönen hat ein gutes Auto, Robert Kubica hat ein gutes Auto und Felipe Massa und mein Teamkollege Heikki Kovalainen auch. Es wird ein enger Kampf.

Die WM war seit Jahren nicht mehr so spannend. Sie sowie die beiden Ferrari-Fahrer Felipe Massa und Kimi Räikkönen liegen zur Halbzeit mit je 48 Punkten gleichauf an der Spitze, BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica nur zwei Zähler zurück. Rechnen Sie mit einem Vierkampf um den Titel bis zum Saisonende?
Hamilton: Ich denke ja. Ich erwarte, dass es bis ganz zum Schluss sehr eng wird. Das ist es, was Rennfahren ausmacht. Es ist für uns Fahrer eine echte Herausforderung, immer wieder gute Ergebnisse zu erzielen und zu punkten.

Was unterscheidet Sie speziell von diesen drei Konkurrenten?
Hamilton: Ich will mich nicht loben und sagen, wo ich mich für besser als die anderen halte. Ich denke, man kann das sehen. Es ist eine Sache des Teams. Wir müssen sicherstellen, dass wir ein verlässliches Auto haben und von den Fehlern der anderen profitieren.

Wo haben die anderen einen Vorteil, wo müssen Sie sich noch verbessern?
Hamilton: Ich denke, Ferrari hatte einen Vorteil auf manchen Strecken, speziell in Magny-Cours. Es ist wirklich sehr vom Kurs abhängig. Aber ich glaube nicht, dass sie insgesamt einen Vorteil uns gegenüber haben. Wir haben ein großartiges Auto, meiner Meinung nach das stärkste im Moment. Ich hoffe, wir können diese Leistung fortsetzen.

Ist die zweite Saison für Sie leichter oder schwerer?
Hamilton: Es ist genau dasselbe wie im vergangenen Jahr. Nicht leichter, nicht schwerer.

Lastet auf Ihnen nicht mehr Druck als Führungsfigur?
Hamilton: Es ist vielleicht ein wenig anders, weil ich im vergangenen Jahr ein Neuling war und niemand etwas von mir erwartet hat. Aber das ist alles relativ, nur eine etwas andere Erfahrung. Natürlich gibt es in diesem Jahr weniger Raum für Fehler. Wenn ich in dieser Saison patze, werde ich mehr kritisiert. Aber das ist Motorsport.

Die bisherige Saison ist für Sie in Wellenbewegungen verlaufen. Vom Hero nach den Siegen in Melbourne und Monaco zum Zero nach den beiden Nullrunden in Montréal und Magny-Cours und jetzt nach dem Triumph beim Heim-Grand-Prix wieder der Hero. Wie kommt es zu diesen Schwankungen?
Hamilton: So ist Rennfahren, das passiert. Wir waren in neun Rennen fünfmal auf dem Podium. Die anderen Grand Prix war nicht so toll, aber auch nicht ganz schrecklich. In drei Rennen war ich ziemlich schlecht, aber da waren wir auch Vierter oder Fünfter und das ist kein Desaster. Ich hoffe, wir sind in den letzten neun Läufen konstanter und haben weniger Wellenbewegungen. Gut wären neun Podiumsplatzierungen in Serie, wie wir es im vergangenen Jahr geschafft haben. Wir müssen eben sicherstellen, dass wir alle Probleme, die auf uns zukommen könnten, meistern.

Belastet Sie dieses Auf und Ab?
Hamilton: Ich spüre das nicht. Mich betrifft das weniger als den Rest der Welt. Das ist Motorsport. Ich mache das, seit ich acht bin, und habe viel Schlimmeres erlebt. Ich habe immer noch ein tolles Jahr.

Wird da also etwas von außen hereingetragen?
Hamilton: Ja, so sehen das andere Leute. Die sehen nur die Rennen und denken, ich müsste doch ganz einfach gewinnen können. Aber da gibt es so viele Dinge, die im Motorsport passieren, die die Leute nicht sehen. Ich verstehe diese Dinge und weiß, was schief gehen kann.

Was ist das Geheimnis Ihres Erfolges?
Hamilton: Ich denke, da gibt es kein Geheimnis. Es war einfach nur harte Arbeit über einen langen Zeitraum. Jeden Zentimeter haben wir uns erkämpft. Der Schlüssel zum Erfolg ist meine Familie. Sie unterstützt mich immer. Auch wenn ich von anderer Seite keine Rückendeckung hatte, Leute mich kritisierten, haben sie immer nach vorn geschaut. Ohne sie wäre ich heute nicht hier. Das ist sicher.

Was für eine Rolle spielt Musik für Sieg beim Regenerieren?
Hamilton: Ich höre jeden Tag Musik, wenn ich Fahrrad fahre, wenn ich laufe, wenn ich im Flugzeug sitze und wenn ich im Hotel bin. Musik ist ein riesiger Teil meines Lebens. Ich habe auch meistens meine eigene Gitarre dabei. Ich kann keinen Tag ohne Musik sein, vor allem, wenn ich mal negative Moment habe.

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