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Hamilton gegen Vettel

"Ich bin ein Racer"

Lewis Hamilton GP Deutschland 2012 Foto: Reinhard 25 Bilder

Sebastian Vettels Kritik an Lewis Hamilton blieb im McLaren-Camp nicht unbeantwortet. Der Weltmeister hatte sich in Hockenheim geärgert, dass Hamilton sich beim Zurückrunden unnötigerweise in den Kampf um die Spitze eingemischt hat. Hamilton bezeichnete seine Aktion als Flucht nach vorne. Er hatte vorher Funkverkehr mit der McLaren-Box.

26.07.2012 Michael Schmidt

Das Reglement ist ausnahmsweise eindeutig. Es ist einem Fahrer erlaubt sich zurückzurunden. Warum eindeutig? Weil nichts darüber in den Regeln steht. Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Lewis Hamilton steckte nach 35 Runden in Hockenheim im Sandwich des Spitzentrios. Er lag vor Jenson Button und hinter Sebastian Vettel. Ganz vorne konnte er noch Spitzenreiter Fernando Alonso erkennen.

Button profitiert nicht von Hamilton-Aktion

Als Hamilton den Red Bull von Vettel überholte, kam aus dem Lager von Red Bull der Vorwurf der Unsportlichkeit. Weil die Aktion Vettel eine Sekunde gegenüber Button gekostet hat, und weil es der Engländer dann unterließ, auch noch Fernando Alonso anzugreifen. "Falsch", sagt Hamilton. "Ich wollte an Fernando vorbei, doch der lässt sich nicht gern von mir überholen."

Jenson Button bestreitet, dass er von Hamiltons Manöver profitiert habe. "Eher das Gegenteil. Selbst wenn Sebastian bei dem Überholvorgang Zeit hergeschenkt hat, dann habe ich in den Runden darauf Zeit auf ihn verloren. Seb konnte im Windschatten von Lewis sein DRS aufmachen. Ich war zu weit weg und musste mit geschlossenem Flügel fahren. Das kostet dich ein paar Zehntel pro Runde."

Hamilton sieht sich im Recht

Lewis Hamilton sieht in seiner Attacke kein unfaires Manöver: "Egal, ob ich um den ersten oder den letzten Platz fahre, ich bin einer Racer und kämpfe immer bis zur letzten Patrone. Das darf mein Team von mir erwarten. Hätte ich aufgegeben, wäre das respektlos gegenüber meinem Team gewesen."

Hamilton verrät, dass er sich nicht blind in den Kampf um die Spitzenpositionen eingemischt habe. Vorher fand reger Funkverkehr mit dem Kommandostand von McLaren statt: "Ich habe meine Jungs gefragt, was ich tun soll. Jenson lag ein paar Sekunden hinter uns. Ich war schneller als Vettel und Alonso. Wäre ich hinter Seb geblieben, wäre ich irgendwann Jenson in die Quere gekommen, weil der auf uns aufgeholt hat. Da war eigentlich klar, was zu tun war. Ich wollte die beiden vorne überholen, um mich aus dieser schwierigen Situation zu bringen." Flucht nach vorne nennt man so etwas.

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