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Hamilton glaubt an Siegchance

Sebastian Vettel warnt vor Mercedes

Lewis Hamilton - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 02. November 2013 Foto: xpb 63 Bilder

Mercedes fordert nach sechs Rennen in der Versenkung zum ersten Mal wieder Red Bull heraus. Sebastian Vettel warnt vor den Silberpfeilen, und Lewis Hamilton glaubt, dass er und Nico Rosberg mit Red Bull um den Sieg fahren können. Doch wo kommt der Formanstieg der Mercedes her?

02.11.2013 Michael Schmidt

Lewis Hamilton hatte Kurs auf die Pole Position genommen. Nach zwei Sektoren lag er eine halbe Sekunden unter seiner eigenen Bestzeit von 1.40,501 Minuten. Damit hätte auf Mark Webber nur noch ein Zehntel gefehlt. Und der starke Streckenabschnitt der Mercedes war der kurvenreiche dritte Sektor. Nico Rosberg fuhr dort mit 39,804 Sekunden Bestzeit. "Es wäre knapp geworden", rechnete Teamchef Ross Brawn vor.

Materialfehler oder Schlag?

Doch dann kam die Kurve 14. Eine langsame Linkskurve. Und da knickte rechts hinten ein Querlenker der Aufhängung am Mercedes mit der Startnummer 10 ein. Hamilton musste tatenlos mit ansehen, wie die Red Bull in die erste Startreihe fuhren. Brawn: "Lewis hat vorher ausgangs einer schnellen Linkskurve den Randstein getroffen. Das war ein ziemlich harter Schlag. Wir müssen jetzt herausfinden, ob das Material schuld war, oder ob der Stoß gegen den Randstein dazu geführt hat. Mit dem entsprechenden Teil gab es vorher nie Probleme."

Obwohl Rosberg und Hamilton hinter den Red Bull Aufstellung nehmen müssen, glaubt man im Lager der Silberpfeile an eine Siegchance. "Ich gehe davon aus, dass wir vorne mitkämpfen können", macht sich Hamilton Mut. Rosberg streicht das gute Renn-Setup heraus: "Wir haben das Auto vom Freitag auf Samstag komplett umgebaut und Fortschritte gemacht, die uns im Rennen helfen sollten."

Im Vergleich zum ersten Trainingstag reduzierte Mercedes den Abtrieb leicht und legte um 2 km/h im Topspeed zu. Damit liegen Rosberg und Hamilton auf der Geraden knapp vor Webber im schnelleren der beiden Red Bull. Auch Sebastian Vettel warnt vor den Silberpfeilen: "Nico und Lewis haben speziell im Q2 sehr stark ausgesehen. Auf die müssen wir morgen aufpassen." Rosberg notierte zufrieden: "Beim Reifenverschleiß sehen wir gut aus."

Entwicklungsoffensive bringt Rundenzeit

Mercedes hat in den letzten beiden Rennen die Lücke zu Red Bull wieder reduziert. Ob sie schon geschlossen ist, muss das Rennen zeigen. Ein Indiz für die Fortschritte ist das Verhältnis Topspeed zu Abtrieb. Nach der Sommerpause hatte Mercedes nur noch ineffizienten Abtrieb gefunden. Entsprechend wanderte man in der Topspeed-Rangliste nach hinten. Jetzt können die Mercedes auf der Geraden und in der Rundenzeit wieder schnell sein. Das liegt einerseits in den jüngsten Modifikationen am Auto, aber auch im besseren Verständnis. Seit dem GP Japan wurde am Unterboden, an der Motorsoftware, am vernetzten Fahrwerk und an der Geometrie der Hinterradaufhängung gefeilt. Der Auspuff trägt mehr zum Anpressdruck bei.

Mercedes hat aus Setup-Fehlern gelernt

Ross Brawn versucht von der jüngsten Entwicklungs-Offensive abzulenken. "Wir haben nichts gemacht, was unser 2014er Programm beeinträchtigen würde." Tatsächlich sind die meisten Änderungen auch im nächsten Jahr relevant. Laut Brawn hat aber auch eine Fehleranalyse in Brackley zu den besseren Resultaten geführt. "Wir sind in Klausur gegangen und haben versucht herauszufinden, warum es zuletzt nicht so gut lief. Der größte Fortschritt kam durch das bessere Verständnis, wie wir das Auto abstimmen. Das betrifft die Aerodynamik-Balance und die mechanischen Einstellungen. Wir holen aus unserem Paket mehr raus als bei den letzten Rennen."

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