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Hamilton im Aufschwung

Das Geheimnis des McLaren-Wunders

GP Deutschland 2009 Foto: dpa 38 Bilder

McLaren-Mercedes ist wieder zurück. Die Wunderheilung dauerte neun Rennen und sie kam über Nacht. auto motor und sport.de erklärt, warum Lewis Hamilton im Rennen sogar auf einen Podestplatz hoffen darf.

11.07.2009 Michael Schmidt

Es war das Wunder vom Nürburgring. McLaren-Mercedes tauchte nach der Demütigung von Silverstone auf wie Phoenix aus der Asche. Lewis Hamilton schaffte es zum ersten Mal seit dem GP Bahrain wieder ohne Probleme in das Top Ten-Finale und qualifizierte sich dort für Startplatz fünf.

Totalumbau in letzter Minute

"Es ist der beste McLaren, den ich in diesem Jahr gefahren bin", strahlte der Weltmeister. Möglich gemacht hat es ein Totalumbau des Autos, der erst in letzter Minute fertig geworden war. Die Teile wurden vom Werk in Woking mit einer Luftbrücke zum Nürburgring gebracht. "Soviel zum Sparen", meinte Mercedes-Rennleiter Norbert Haug.

In der McLaren-Fabrik waren letzte Woche die Lichter nicht mehr ausgegangen. "Einer unserer Jungs aus der Produktionsabteilung hat 36 Stunden am Stück gearbeitet, um alles fertig zu bringen." Es ging um ein großes Paket: Frontflügel, Doppeldiffusor, Motorabdeckung, Auspuff, Teile des Heckflügels. Zum ersten Mal hat McLaren den Doppeldiffusor zum Funktionieren gebracht. Man hatte sich schon Spott anhören müssen, weil das kleine Force India-Team den doppelstöckigen Unterboden besser verstanden hat als die mit allen Mitteln und Werkzeugen gesegnete McLaren-Truppe.
 
Nicht nur die Neukonstruktion des Diffusors selbst brachte McLaren nach vorne. Einen Großteil trug auch der neue Frontflügel bei, der die Luft nun weniger verwirbelt Richtung Heck leitet. Der Diffusor bekommt damit "saubere Luft" und kann so sein volles Potenzial entfalten. Nach McLarens Hochrechnungen hat man den Rückstand auf die Spitze von über einer Sekunde auf höchstens noch 0,5 Sekunden verringert.

Strecke liegt dem Silberpfeil

Doch Vorsicht: Der Nürburgring ist die ideale Spielwiese für den Silberpfeil selbst in der alten Version. Die Kurvenradien sind meistens nur kurz. Und KERS ist auf der Eifelpiste ein echter Bonus. Trotzdem ist Heikki Kovalainen überzeugt: "Das neue Paket ist ein echter Schritt vorwärts. Leider hat Lewis die neuen Teile exklusiv." Kovalainen musste auf das modifizierte Heck verzichten. Für zwei Exemplare blieb keine Zeit.

Der neue Frontflügel mit dem alten Heck war eher kontraproduktiv, denn die beiden Elemente passten nicht zusammen. Der Wettergott meinte es gut mit dem Finnen. Launische Bedingungen zwischen nass und trocken sorgten dafür, dass es auch Kovalainen in die Top Ten schaffte. Sein Geheimnis: Er war zur richtigen Zeit mit den richtigen Reifen auf der Strecke.

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