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Hamilton vs. Webber vs. Schumacher

Hamilton legt sich mit Webber und Schumi an

Formula 1 Grand Prix, Japan, Saturday Qualifying Foto: xpb 73 Bilder

Irgendwie klebt ihm das Pech zurzeit an den Hacken. Lewis Hamilton legte sich im Qualifying mit Webber und Schumi an.

08.10.2011 Bianca Leppert

Lewis Hamilton scheint am Ende seiner Kräfte zu sein. Er kann die Fragen der Journalisten nicht mehr hören. Als er in der Pressekonferenz zu dem Zwischenfall in der letzten Kurve mit Mark Webber und Michael Schumacher befragt wird, hat er nicht wirklich Lust zu antworten. Nachdem er die Situation ein wenig umschrieben hat, fragt ihn ein weiterer Journalist, der zu spät kam, erneut nach dem Zwischenfall. Ihm verweigert er glatt die Antwort. Michael Schumacher soll er im Parc Fermé angeblich sogar den Vogel gezeigt haben.

Und das alles nur, weil sich Webber, Schumacher und Hamilton beim Anlauf nehmen auf die letzte schnelle Runde ins Gehege kamen. Webber erklärt die Situation folgendermaßen: "Ich wollte ihn nicht überholen. Aber das Team hat gesagt, gib Gas, du musst in der Schikane pushen."

Am Ende waren alle Verlierer

Hamilton war aber damit beschäftigt Luft auf den vor ihm fahrenden Button zu lassen und verringerte das Tempo. "Dann kam Michael, um seine Runde zu starten", berichtet Webber. "Ich dachte, das ist nicht so schlimm, weil Michael nicht vor mir ist, also lassen die Jungs ein bisschen Luft. Aber dann waren wir in der Schikane und Lewis wurde etwas gestoppt. Es war für uns alle blöd. Wir wollten einfach nur unsere Runde beginnen, aber es ist eben nur zehn Minuten Zeit."

Aus Hamiltons Sicht war der Vorfall durchaus grenzwertig. "Es war in der letzten Kurve etwas gefährlich", beschwert er sich. "Mark hat mich attackiert und ich hatte Michael Schumacher außen neben mir. So habe ich meine Chance auf die Runde verloren. Als ich in die Schikane kam, habe ich in den Spiegel geschaut und Mark auf der Innenseite auftauchen sehen. Michael habe ich gar nicht gesehen. Als ich Mark Platz lassen wollte, krachte Michael fast links in mich rein. Es war ziemlich gefährlich."

Schumacher hält sich für unschuldig

Schumacher ist sich hingegen keiner Schuld bewusst. "Wenn wir hinter ihm geblieben wären, hätten wir es nicht geschafft. Es gab nur die eine Chance ihn zu überholen, und das haben wir gemacht", teilt er seine Sicht der Dinge mit. "Ich würde es als relativ normales Überholmanöver sehen." Die Begegnung mit Hamilton im Parc Fermé kommentierte er nur knapp. "Er hat irgendetwas gesagt, was ich nicht verstanden habe. Er ärgert sich natürlich auch darüber, dass er seine Runde nicht hinbekommen hat. Aber das liegt nicht in meiner Natur. Er hätte auch ein bisschen schneller da durchfahren können. Ich musste durch das Gras, weil für mich die Straße ausging."

Schumacher geht davon aus, dadurch rund eine halbe Sekunde verloren zu haben. Damit war auch das rechtzeitige Überfahren der Ziellinie vor Ende des Q3 nicht mehr möglich. Ausgerechnet deshalb hat Kamui Kobayashi nun auch den Vorteil in der Startaufstellung. Denn Japaner hatte zwar auch keine Rundenzeit erzielt, aber immerhin innerhalb der zehn Minuten eine fliegende Runde begonnen.

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