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Hamilton löst Setup-Problem

Rosberg trotz Superrunde nur Zweiter

Lewis Hamilton - Mercedes - GP England - Silverstone - Qualifying - Samstag - 4.7.2015 Foto: xpb 58 Bilder

Lewis Hamilton verzückte 105.000 Zuschauer im voll gepackten Silverstone. Der Magier zauberte nach einer Achterbahnfahrt mit dem Setup wieder aus dem Nichts eine Pole Position auf die Bahn. Nico Rosberg fuhr eine Superrunde und dachte, er hätte die Bestzeit schon in der Tasche.

04.07.2015 Michael Schmidt

Nico Rosberg dominierte das erste und zweite Training. Un die erste und zweite K.O.-Runde der Qualifikation. Nur im dritten Training hatte Lewis Hamilton die Nase vorne. Was aber daran lag, dass sein Herausforderer wegen eines defekten Dichtrings im Getriebe Öl verlor. Und viel Zeit. Als Rosberg dann die erste seiner zwei schnellen im Runden im Q3 beendete, da dachte er: "Das war‘s. Das ist die Bestzeit. Ich war schon etwas überrascht, dass Lewis noch um ein Zehntel schneller war."

Der zweite Versuch ging in die Hose. "Irgendetwas mit dem linken Vorderreifen stimmte nicht. Ich bin eine gute Runde gefahren, war aber trotzdem eine halbe Sekunde langsamer." Genug Stoff für das Abendprogramm. Rosberg will das Reifenrätsel genauso lösen wie den Verlust an Topspeed im ersten Versuch.

Zu viel Bodenfreiheit hinten am Freitag

Lewis Hamilton strahlte über beide Ohren. Für ihn war das Wochenende vor der eigenen Haustür eine ähnliche Achterbahnfahrt wie beim GP Österreich vor zwei Wochen. Wieder passte die Balance des Autos nicht. Wieder verbrachte er den Freitag damit, das Autro umzubauen. Ohne Erfolg. "Ich hatte zu viel Übersteuern in den schnellen Kurven. Alles, was ich geändert habe, hat es noch schlimmer gemacht. In so einer Situation musst du dich zurücknehmen und cool bleiben." Beim Datenstudium entdeckten die Ingenieure, dass der Mercedes mit der Startnummer 44 hinten mit zu viel Bodenfreiheit fuhr.

Daraufhin wurde das Auto in der Nacht auf Samstag umgebaut. "Wir haben mit Änderungen am Fahrwerk den besten Kompromiss zwischen den langsamen und den schnellen Kurven gesucht. Das Ziel war es, den Speed im Scheitelpunkt der langsamen Kurven zu erhöhen und ein neutraleres Fahrverhalten in den schnellen Ecken hinzubekommen", erzählte Hamilton. Am Samstagmorgen passte das Auto. "Ein Unterschied wie Tag und Nacht. In der Qualifikation haben wir dann noch mit dem Frontflügel nachjustiert. Solche Bestzeiten schmecken viel besser. Weil wir sie uns hart erarbeiten mussten."

Mercedes kann sich nur selbst schlagen

Nico Rosberg hat in Silverstone ein paar mehr Optionen, um an Hamilton vorbeizukommen. Natürlich der Start. Diesmal sind es 420 Meter bis in die erste Kurve. Mehr als doppelt so weit wie am Red Bull-Ring. Dann die Strategie, hofft Rosberg. "Am Sonntag soll es viel kühler werden als am Freitag und Samstag. Ich glaube, dass ich mir dafür beim Setup mehr Spielraum übrig gelassen habe als Lewis. Und es ist nicht ganz klar, ob ein oder zwei Boxenstopps die bessere Variante sind. Es gibt auch da eine Möglichkeit, etwas anders zu machen. Außerdem hat sein Reifensatz für den Start eine Runde mehr abgespult als meiner. Auch das könnte ein Vorteil sein."

Rosberg weiß aber auch, dass ihn in Silverstone wieder das China-Problem einholen kann. Auf schnellen Strecken leiden die Vorderreifen in den Turbulenzen des Vordermannes mehr als im Stop and Go von Montreal oder Spielberg. "Wenn es kühl wird, könnten die Reifen vorne körnen." Niki Lauda fürchtet: "Unsere zwei werden sich wieder ein Duell auf Biegen und Brechen liefern. Und das bei einem Rennen, bei dem wir uns nur selber schlagen können." Teamchef Toto Wolff wundert sich: "Den Rundenzeiten nach zu urteilen, ist Ferrari etwas zurückgefallen. Wir hätten nicht beide Williams vor den Ferrari erwartet."

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