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Hamilton macht Stunk am Funk

Erhöhter Puls an der Boxenmauer

Lewis Hamilton - GP USA 2013 Foto: xpb 70 Bilder

Mercedes hat sich mit einem vierten und einem neunten Platz in der Teamwertung 4 Punkte von Ferrari absetzen können. Trotz eines eigentlich eher langweiligen Rennens gab es am Funk von Lewis Hamilton größere Aufregung. Der Weltmeister von 2008 machte Stunk.

18.11.2013 Tobias Grüner

Obwohl Mercedes seit mehreren Rennen das deutlich schnellere Auto hat als Ferrari, ist der Kampf um Rang 2 in der Teamwertung immer noch nicht entschieden. 4 Punkte konnten die Silberpfeile in Austin gutmachen. Damit wuchs der Abstand zum Hauptrivalen auf 15 Zähler. Es hätten gerne noch etwas mehr sein können. Doch Mercedes konnte seinen Speed wieder einmal nicht entsprechend in Punkte verwandeln.

Rosberg von harten Reifen gebremst

"Wenn man nur das Ergebnis betrachtet, sind die Plätze vier und neun nicht das, was wir uns als Team zum Ziel gesetzt haben", gab Mercedes-Sportchef Toto Wolff zu. "Aber mit Blick auf das Qualifying-Resultat und den Kampf um den zweiten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft haben wir eine ordentliche Leistung gezeigt."
 
Nico Rosberg versaute sich schon am Samstag ein besseres Ergebnis. "Da habe ich einfach die Reifen nicht auf Temperatur gebracht. Die Mischungen waren einfach zu hart für diese Strecke. Ich konnte machen was ich wollte. Das hat mich das ganze Wochenende gekostet", klagte der Pilot. Im Rennen war nur noch Schadensbegrenzung möglich. Von Startplatz 12 ging es immerhin noch auf Rang 9.

Hamilton im Funkduell mit den Ingenieuren

Teamkollege Hamilton schaffte es mit seinem aggressiveren Fahrstil im Qualifying deutlich besser, Temperatur in die Gummis zu bekommen. Von Startplatz 5 hatte er im Rennen das Podium im Blick. Am Start lief es auch direkt gut für den Briten. An Hülkenberg und Webber ging es vorbei auf Rang 3. Doch aus dem Pokal in Austin wurde nichts. Im Ziel war Hamilton Vierter.

"Wir mussten den dritten Platz ohne große Gegenwehr an Mark Webber abgeben. Wir wollten zu diesem Zeitpunkt sicherstellen, dass unser Reifenmanagement stimmte und unsere Strategie aufging. Denn als Team war es für uns entscheidend, vor Ferrari ins Ziel zu kommen", erklärte Hamilton. Weil das Reifenmanagement in den letzten Rennen nicht immer passte, bekam der Pilot regelmäßig Informationen auf das Ohr, wie sich die Temperaturen in seinen Walzen entwickeln.
 
Irgendwann wurde es Hamilton zu bunt. Ähnlich wie Kimi Räikkönen vor 12 Monaten in Abu Dhabi forderte er seine Ingenieure auf, ihn doch bitte in Ruhe zu lassen. Auch an der Boxenmauer stieg der Frust. Mal fordert der Pilot mehr Informationen. Mal beklagt er sich über zu viele Funksprüche. Laut Ross Brawn hat man sich an die Macken des Piloten aber schon gewöhnt.

Mercedes gewöhnt sich langsam an Hamilton

"Es gibt verschiedene Frustrationslevel mit Lewis", nahm der Teamchef das Funkduell locker. "Das gehört zu unserer Zusammenarbeit dazu. Man gewöhnt sich daran. Das ist kein Problem. Man muss auch berücksichtigen, dass da draußen wahre Schlachten geschlagen werden. Da ist viel Adrenalin im Spiel. Wir versuchen ihm mit Informationen zu helfen. Manchmal überladen wir ihn damit und sagen zu viel."
 
Die Ingenieure wurden für ihre Geduld mit 12 Punkten belohnt. Ein Grund für das im Vergleich zu Abu Dhabi deutlich verbesserten Speed sah Hamilton auch im neuen Auto. Nachdem ein Riss im Chassis festgestellt wurde, ging er mit einem Austauschmodell an den Start. "Das Auto fühlte sich heute viel besser als zuletzt an - der Chassis-Wechsel hat sich definitiv positiv ausgewirkt", so Hamilton.

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