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Hamiltons Rekordrunde

Wie gut ist die Mercedes-Zeit?

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Test - Barcelona - 2. März 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Die Bestzeit von Lewis Hamilton war das große Thema in Barcelona. Überall im Fahrerlager zeigte man Respekt vor der Leistung des Mercedes. Der Silberpfeil scheint zumindest auf eine Runde mit den Großen der Branche mithalten zu können.

02.03.2013 Tobias Grüner

Nach dem vorletzten Testtag bekam jeder Pilot im Fahrerlager die gleiche Frage gestellt. Wie gut war die Zeit, die Lewis Hamilton vorgelegt hatte. 1:20.558 Minuten fuhr der Neuzugang bei einer Qualifying-Simulation am Vormittag. So schnell war in diesem Winter noch niemand auf dem Circuit de Catalunya.

Lotus erwartet engen Kampf an der Spitze

"Das war auf jeden Fall eine gute Zeit. Aber das haben sie ja schon ein paar Mal im Winter gezeigt", erklärte Mark Webber. "Das muss man erst einmal fahren", fügte Lotus-Konkurrent Romain Grosjean an. "Aber so wie ich das mitbekommen habe, hat Lewis ja auch einige Sätze weicher Reifen für mehrere Versuche benutzt." Hätte der Franzose die Zeit auch fahren können? "Ich kam ja erst am Nachmittag. Deshalb kann ich die Bedingungen nicht einschätzen", wich der 26-Jährige aus.

Lotus-Teamchef Eric Boullier relativierte: "Sie hatten sicher ein schnelles Auto heute. Aber es gibt dieses Jahr einen größeren Unterschied zwischen der Leistung auf einer schnellen Runde und den Longruns. Deshalb kann sich die Reihenfolge aus dem Qualifying im Rennen auch schnell ändern. Außerdem erwarten wir von den Reifen in den ersten Rennen ein anderes Verhalten als hier beim Test. Das wird interessant. Es wird wohl sehr eng an der Spitze."

Bouillier will 2013 mit seinem Team um den Titel kämpfen. Und Mercedes könnte einer der Konkurrenten werden. "Sie haben sich im Vergleich zu den anderen definitiv verbessert. Aber letztes Jahr waren sie zu Beginn auch schnell. Die Zeit von 1:20.5 Min. macht mir keine großen Sorgen. Sie macht mich zwar auch nicht zuversichtlicher, aber sie beunruhigt mich auch nicht." Auch bei Konkurrent Ferrari äußerte man hinter vorgehaltener Hand, dass die Zeit nicht außerhalb der eigenen Reichweite liegt.

Gehört Mercedes zum Favoritenkreis?

Der ehemalige Jordan-Designer Gary Anderson, der nun bei der BBC als Experte arbeitet, gibt sich da schon euphorischer. Der Ingenieur ist sich sicher, dass Mercedes in diesem Jahr zum Favoritenkreis dazugehört. "Die Zeit ist sehr beeindruckend. Das Autos sieht auf der Strecke sowohl mit Hamilton als auch mit Rosberg am Steuer gut aus. Egal unter welchen Bedingungen, es hinterlässt immer einen guten Eindruck."

Bei Mercedes selbst tut man, alles um die Erwartungen zu dämpfen. "Wir versuchen uns auf unsere eigene Leistung zu konzentrieren und haben definitiv noch nicht das volle Potenzial der Konkurrenz gesehen", erklärte Lewis Hamilton nach seiner Bestzeit. "Es ist also schwierig vorherzusagen, wo wir stehen. Wir wissen nicht, was die anderen noch für Updates bringen. Ich habe aber definitiv das Gefühl, dass wir noch Arbeit vor uns haben." Schon im Vorjahr zeigte Mercedes eine gute Leistung bei den Testfahrten, die dann in den ersten beiden Rennen nicht mehr abgerufen werden konnte.

Nico Hülkenberg fasste die Unsicherheit über den aktuellen Leistungsstand am besten in Worte. "Das war sicher eine gute Zeit von Lewis. Zumindest auf die Wettquoten für Mercedes wird das einen Einfluss haben."

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