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Hamilton sauer auf Strategen

Weiterhin Eiszeit bei Mercedes

GP Monaco 2014 Lewis Hamilton Nico Rosberg Daniel Ricciardo Foto: xpb 73 Bilder

Die beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg haben sich immer noch nichts zu sagen. Nach dem Sieg von Rosberg ist Hamilton sauer, weil die Strategie ihm nicht in die Karten spielte.

25.05.2014 Bianca Leppert

Das Tischtuch scheint zerrissen. Lewis Hamilton und Nico Rosberg kennen sich seit ihrer gemeinsamen Kart-Zeit, doch nun, wo sich der WM-Kampf zuspitzt, herrscht Funkstille zwischen den beiden. Nach dem Sieg von Rosberg in Monaco, mit dem er Hamilton an der WM-Spitze ablöste, ist der Zwist perfekt. Schon nach dem Qualifying zweifelte Hamilton die Unschuld von Rosberg an seinem Bremsmanöver an, mit dem er ihm seine schnelle Runde ruinierte. Und auch nach dem Rennen stänkert der Brite noch weiter. Er ist überzeugt davon, dass er seine Chance auf den Sieg bereits im Zeittraining verlor.

Hamilton sauer auf Strategen

"Das hat einen riesigen Unterschied gemacht", sagt Hamilton. "Im Rennen wurde mir gesagt, ich muss nah dran sein vor dem Boxenstopp. Ich habe das gemacht, aber dann kam das Safety Car raus und das war sein Glück. Danach konnte ich nichts mehr machen."

Hamilton fühlte sich im Rennen benachteiligt, weil er nicht bereits direkt nach dem Unfall von Adrian Sutil, der die Safety Car Phase auslöste, an die Box geholt wurde, sondern erst nach Rosberg. Nur so hätte er seiner Meinung seinen Stallgefährten schlagen können. "Es ist jetzt irrelevant, aber wir hatten genau den gleichen Start und es gibt nur zwei Möglichkeiten im Rennen, der Boxenstopp ist der andere."

Vorrecht für vorne liegendes Auto

Es gilt jedoch die ungeschriebene Regel, dass das vorne liegende Auto auch das Vorrecht beim Boxenstopp hat. "Ich wusste, dass ich ein Wunder brauchte, um hier zu gewinnen. Bei McLaren wäre ich einfach an die Box abgebogen. Ich werde das mit meinem Team diskutieren", meckerte Hamilton.

Die Antwort des technischen Direktors Paddy Lowe auf den Groll von Hamilton: "Wir hatten keine andere Wahl, als zu diesem Zeitpunkt beide Auto reinzuholen. Alles andere wäre eine Katastrophe gewesen. Aber ich kann verstehen, dass Lewis frustriert ist."

"Wir sind keine Freunde. Wir sind Kollegen"

Am Vortag absolvierten die beiden die Nachbesprechung nach dem Qualifying getrennt. Hamilton machte klare Ansagen: "Wir hatten heute früh ein Meeting mit Niki und Toto. Ich habe gesagt, was ich sagen wollte. Nico hat gesagt, was er zu sagen hatte. Mehr Kommunikation ist nicht notwendig. Wir sind keine Freunde. Wir sind Kollegen."

Hamilton stichelt bei jeder Gelegenheit

Der Brite soll noch einen draufgelegt und gesagt haben, er gehe nun mit der Situation um, wie es Senna getan hätte. In der Pressekonferenz nach dem Rennen wurde der 29-Jährige darauf angesprochen, konnte sich aber nicht mehr an solch ein Statement erinnern, sondern bezeichnete es als Witz.

Auch dass er in einem Interview gesagt hat, dass er schon alleine aufgrund seiner Herkunft siegeshungriger sei als Rosberg, der behütet in Monaco inmitten des Luxus aufgewachsen ist, sorgte für Wirbel. "Ich habe Lewis so etwas nicht sagen hören, also kommentiere ich das auch nicht. Es ist einfach, sich so etwas auszudenken", sagte Rosberg. "Selbst wenn so etwas geschrieben wurde. Lewis würde so etwas vielleicht mir sagen, aber nicht der Presse." Hamilton schaute daraufhin unschuldig in die andere Ecke und redete sich auf Nachfrage eines Journalisten damit raus, dass da wohl etwas aus dem Kontext gerissen wurde.

Rosberg glaubt indes noch an eine baldige Schlichtung des Konflikts und beschwichtigt: "Das Verhältnis mit Lewis ist intensiver als früher. Es geht jetzt um Rennsiege. Wir kennen uns aber schon so lange. Da wird sich hingesetzt und diskutiert und dann geht es weiter."

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