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Hamilton-Sieg im Verbal-Duell

"Weltmeister klingt besser als Rennsieger"

Nico Rosberg - GP Abu Dhabi 2015 Foto: xpb 59 Bilder

Das Duell der beiden Silberpfeil-Piloten ging nach der Siegerehrung in die letzte Runde des Jahres. Beide Piloten sendeten einige verbale Giftpfeile ab. Die gute Laune ließ sich Nico Rosberg aber nicht nehmen.

29.11.2015 Tobias Grüner

Im Rennen konnte Lewis Hamilton seinen Teamkollegen nicht herausfordern. Nico Rosberg hatte das Geschehen über 55 Runden im Griff. Nur eine kleine Phase lang musste der Vizeweltmeister zittern, als Hamilton im Mittelstint aufkam. "Ich hatte da etwas mehr Probleme mit dem Graining auf den Vorderreifen. Daraus habe ich aber gelernt und am Ende meinen Fahrstil angepasst. Der letzte Stint war dann wieder richtig gut. Das war entscheidend", analysierte Rosberg die kleine Schwächephase nüchtern.

Hamilton nach Niederlage angefressen

Am Ende rollte das Auto mit der Startnummer 6 8,2 Sekunden vor der 44 über den Strich. Erst auf der Auslaufrunde kamen sich die beiden Silberpfeile richtig nahe. "Ich wollte gerade zum Donut abbiegen. Dann ist er auf einmal neben mir", erinnert sich Rosberg an Meter nach der Ziellinie. Hamilton hatte auf Donuts offenbar keine Lust. "Besonders glücklich habe ich ihn heute auf dem Podium nicht gesehen", bemerkte Rosberg.

In der Pressekonferenz sah man Hamilton die schlechte Laune an. Auf die Frage, wer von beiden Piloten glücklicher in die Winterpause gehe, antwortete der Brite: "Ich denke, Weltmeister klingt deutlich besser als Rennsieger. Das passt schon." Mehr als dieses kleine Verbalduell konnte Hamilton an diesem Tag aber nicht gewinnen. Der Champion muss sich nun Gedanken machen, ob der Lauf des Stallrivalen auch 2016 weitergehen könnte.

Rosberg sieht das Geheimnis seines Erfolgs in der wiedergefundenen Qualifying-Stärke: "Den größten Unterschied macht es, wenn man als Erster in die erste Kurve reinfährt. Es ist immer so eng im Rennen. Das ist dann schon fast die ganze Miete. In den letzten Rennen ist mir das gut gelungen. Es ist jetzt einfach so, dass ich im Qualifying stärker bin und noch ein Zehntel in petto habe, wenn es sein muss. Das macht den Unterschied."

Hamilton bekommt Weihnachtskarte

Rosberg hofft, die gute Form über die Pause zu retten. Der Hattrick zum Saisonende macht wieder Mut. "Letztes Jahr war es ein langer Winter. Dieses Jahr wird es etwas erfreulicher", erklärte der Vizechampion. Ein Weihnachtsgeschenk wolle er Hamilton übrigens nicht machen. "Vielleicht bekommt er eine Karte. Ich muss mal sehen, ob er sie verdient hat", scherzte der Deutsche.

Rückblickend fand er das Jahr 2015 im Teamduell aber gar nicht so nickelig. Nur die Duelle in der ersten Kurve von Suzuka und Austin blieben dem Blondschopf in Erinnerung: "Ich bin außen und er fährt mich von der Strecke. Das muss ich zukünftig einfach verhindern."

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