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Hamilton-Sieg

Premier Brown zitterte im Stamm-Pub

Foto: dpa 53 Bilder

Das Königreich hielt dem neuen Formel-1-Herrscher mit Worten schon mal Hof und huldigte dem Champion. "Das ganze Land freut sich riesig über sein außergewöhnliches Talent. Wir alle sind stolz auf den inspirierenden Lewis Hamilton und das McLaren-Team", erklärte Premierminister Gordon Brown, der zu den ersten Gratulanten zählte, nachdem der britische Pilot den prestigeträchtigsten Motorsport-Thron bestiegen hatte.

03.11.2008

"Lewis ist nun offiziell eine Sportlegende and ein Vorbild dafür, was man erreichen kann, wenn man seinem Traum folgt", lobte auch Oppositionsführer David Cameron von der Konservativen Partei den jüngsten Weltmeister der Formel-1- Geschichte.

Dass es für einige Momente so aussah, als würde der 23-Jährige wie im Vorjahr doch noch seinen Sieben-Punkte-Vorsprung gegen einen Ferrari-Piloten einbüßen, hatte auch seine Fans im "Rose and Crown", dem Stamm-Pub der Familie Hamilton im Örtchen Tewin nahe Stevenage, mächtig mitgenommen. "Ich schrie: 'Er hat's wieder vermasselt!' in Richtung Fernseher - und dann passierte Unglaubliches. Es war fantastisch", sagte Kneiper Harry Higgins.

Und einer, der die einst die allerersten Runden des neuen Champions miterlebt hatte, pflichtete ihm bei: "Es war ein nervenaufreibendes Rennen." Phil Sisley ist Eigentümer der Buckmore-Park-Kartbahn, wo Hamilton als Achtjähriger erstmals Gas gab. "Ich freue mich sehr, er ist ein fantastischer Junge", sagte er über den neuen Superstar, der sich erst mit seinem Überholmanöver in der letzten Kurve gegen den deutschen Timo Glock in Sao Paulo den erforderlichen fünften Rang sicherte.

Damon Hill, bis zu Hamiltons Husarenstück von Sao Paulo letzter britischer Weltmeister (1996), der dreimalige Titelträger Sir Jackie Stewart oder auch Rennsportlegende Sir Stirling Moss - sie alle verneigten sich vor dem neuen Souverän. "Lewis Hamilton wird noch weitere Titel gewinnen. Er hat die größte, schwerste Prüfung überstanden, die man sich denken kann", sagte Hill. "Er steht noch am Anfang seiner Karriere und hat exzellente Unterstützung", betonte Stewart. Und für Moss steht fest: "Er ist ein echter Rennfahrer, er lässt sich nicht beirren."

Und Hamilton dürfte noch reicher werden. Sport-Marketing-Fachleute sagten ihm eine goldene Zukunft voraus. "Er wird größer als David Beckham, weil er erst 23 Jahre alt ist und der Motorsport sogar noch lukrativer ist als der Fußball", prophezeite der britische Medien- und PR-Berater Max Clifford in der seriösen Tageszeitung "Daily Telegraph". Dem Blatt zufolge könnte Hamilton in seiner Karriere über 620 Millionen Pfund (über eine Milliarde US-Dollar) einnehmen. "Wir haben nicht viele Weltmeister in Großbritannien, und die Medien werden jetzt noch verrückter nach ihm werden", sagte Clifford. "Das wird seinen Marktwert nur noch steigern. Er ist nicht länger der Kronprinz, er ist nun der König."

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