McLaren hatte unter der Woche gegen die 25-Sekunden Zeitstrafe vom Rennen in Spa Berufung eingelegt. Der Brite hatte auf dem Ardennen-Kurs eine Schikane abgekürzt und damit Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen überholt. Obwohl Hamilton seinen Konkurrenten zunächst kurz vorbeiließ verhängten die Kommissare die Strafe. Hamilton verlor dadurch den Sieg und kam nur als Dritter in die Wertung.
FIA lässt Berufung zu
Da solche vor Ort an der Strecke getroffenen Entscheidungen in der Regel nicht anfechtbar sind, war zuvor nicht klar, ob die FIA den Berufungsantrag der Silberpfeile überhaupt zulässt. Nun kommt es Ende September zur endgültigen Verhandlung vor dem FIA-Berufungsgericht in Paris. Mit einem Urteil wird noch am selben Tag gerechnet.
In wieweit der Druck der Medien und die weltweite Empörung der Fans für die Entscheidung der FIA eine Rolle gespielt haben ist nicht bekannt. Sollte Hamilton die vier verlorenen Punkte zurückbekommen, wäre dies ein wichtiger Schritt zum WM-Titel. Seinem Hauptkonkurrenten Felipe Massa würden nämlich im gleichen Moment zwei Punkte wieder abgezogen.



