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Hamilton-Strafe

McLaren-Mercedes nimmt die Schuld auf sich

Brawn GP Foto: dpa 36 Bilder

Nach der Bestrafung für Lewis Hamilton bemüht sich McLaren-Mercedes um Fassung. Das Team nimmt die Schuld auf sich. Was genau vorgefallen ist, wird allerdings erst die Dokumentation des Falls zeigen.

02.04.2009 Michael Schmidt

Die Gesichter sprachen Bände. Lewis Hamilton verließ nach seinem Wertungsausschluss für den GP Australien wortlos die Rennstrecke Richtung Hotel. Bei McLaren und Merrcedes mühte man sich um Fassung. Teamchef Martin Whitmarsh nahm die Schuld an der Affäre auf das Team. "Wir hätten den Sportkommissaren sofort den Funkverkehr zwischen Fahrer und Kommandostand aushändigen sollen, aber wir waren der Meinung, er ändert nichts an der Sache. Und wir dachten, dass die Rennleitung den Funkverkehr sowieso abhört."

Absichtliche Irreführung

Die Sportkommissare bestraften den Weltmeister, weil er sie durch seine Aussagen in die Irre geführt hat. Was auf der Rennstrecke passierte, war aus Sicht der beiden Fahrer legal. Hamilton durfte Trulli trotz Safety-Car-Phase überholen, weil der Italiener von der Strecke geraten war. Trulli hatte bei seinem Überholmanöver zurück auf Rang drei allen Grund anzunehmen, dass Hamilton ein technisches Problem hatte, weil der Engländer mit seinem Auto zwischen den Kurve 4 und 5 plötzlich von der Rennlinie fuhr. Ob Hamilton tatsächlich stark verlangsamte, darüber gibt es unterschiedliche Aussagen. Trulli war dieser Ansicht, die aber die Daten von McLaren nicht belegen.

Hamilton erzählt eigene Version

Das Vergehen von Hamilton passierte erst nach dem Rennen. Er erzählte den Kommissaren eine Version, die sie glauben ließ, dass Trulli seinen dritten Platz zu Unrecht zurückgewonnen hatte. Es ging offensichtlich um zwei Details: Einerseits erzählte der Weltmeister die Geschichte, dass ihn der Blick auf das Display zum Checken der Countdownzeit abgelenkt hätte, und er deshalb von der Rennlinie abgekommen sei. Da das Feld bereits hinter dem Safety-Car aufgereiht war, gab es für Hamilton nichts mehr vom Display abzulesen, was von Bedeutung gewesen wäre.
 
Außerdem soll der McLaren-Pilot den Sportkommissaren gegenüber behauptet haben, dass er keine Instruktionen vom Team erhalten habe, Trulli wieder vorbeizulassen. Whitmarsh sagte, dass seines Wissens nach diese Frage nie gefallen sei. Die Wahrheit wird in Kürze ans Licht kommen, denn die FIA bereitet eine Dokumentation des Falles vor. Tatsächlich gab es zwischen Team und Fahrer eine lebhafte Diskussion über Trulli.

Rennleitung gibt keine Antwort

"Wir sagten Lewis, dass es besser wäre Trulli wieder vorbeizulassen, weil wir keine Strafe riskieren wollten für den Fall, dass Lewis den Toyota unrechtmäßig passiert hätte. Lewis wollte das nicht. Wir wiederum haben versucht, bei der Rennleitung nachzufragen, was wir machen sollen, bekamen aber keine Antwort. Die hatten am Ende des Rennen wahrscheinlich andere Dinge zu tun. Es muss in diesem Moment passiert sein, dass Trulli überholt hat."
 
McLaren empfindet die Strafe als hart, akzeptiert sie aber. "Wir müssen jetzt nach vorne schauen und versuchen, unser Auto konkurrenzfähiger zu machen."

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