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Hamilton über Mercedes-Aussprache

"Nico gab zu, dass es Absicht war"

Hamilton vs. Rosberg - GP Belgien 2014 Foto: xpb 58 Bilder

Bei Mercedes hängt der Haussegen schief. Nach dem 38-minütigen Meeting mit den Teamchefs erklärte Hamilton zur Überraschung aller: "Nico hat praktisch zugegeben, dass er es mit Absicht gemacht hat." Das Vertrauen scheint nicht mehr vorhanden.

24.08.2014 Tobias Grüner

Zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg herrscht Krieg. Der wird nicht nur auf der Strecke ausgetragen, sondern auch über die Medien. Während sich Rosberg nach der Kollision in Spa mit Kampfansagen zurückhielt, goss Hamilton in seiner Presserunde mit englischen Journalisten noch Öl ins Feuer. Nach der 38-minütigen Aussprache erklärte der Brite zur Überraschung aller: "Nico hat praktisch zugegeben, dass er es mit Absicht gemacht hat."

Rosberg wollte laut Hamilton ein Zeichen setzen

Diese Breitseite dürfte sitzen. Hamilton legte sogar noch nach. "Er hat gesagt, dass er die Kollision hätte verhindern können, aber er habe es gemacht, weil er ein Zeichen setzen wollte. Das könnt ihr nicht nur mich fragen. Toto (Wolff) und Paddy (Lowe) sind auch nicht happy mit ihm."

Für den Unfall gebe es laut Hamilton nur einen Schuldigen. "Da kann man alle Fahrer fragen: Wenn ein Auto weniger als eine halbe Wagenlänge neben einem ist und du Dich auf der inneren Seite befindest, dann gehört die Kurve dir. Da muss man nicht großartig aus dem Weg gehen und Platz lassen. Und es gab ja auch keine Mauer in dieser Kurve."

Als positives Beispiel nannte Hamilton seinen Kampf mit Sebastian Vettel eine Runde zuvor. "Er war sogar noch weiter vorne und wusste, dass er nicht durchkommen kann. Er war vernünftig." Heißt im Umkehrschluss: Rosberg war wohl nicht so vernünftig.

Rosberg schiebt Schuld auf Hamilton

In der Aussprache ging es offenbar heiß zur Sache. Rosberg wollte laut Hamilton seinen Fehler nicht eingestehen. "Ich war echt geplättet als ich in dem Meeting zugehört habe. Ihr müsst ihn selbst fragen, was er da für ein Zeichen setzen wollte. Er kam einfach rein und hat gesagt, es sei alles mein Fehler."

Hamilton zeigte sich überrascht, dass die Stewards den Unfall nicht mit einer Strafe geahndet haben. "Ich hatte damit gerechnet, dass es sicher eine Untersuchung oder so etwas geben würde." Er habe zwar spät gebremst, blieb aber auf der normalen Rennlinie. "Jemand hat gesagt, es sei unausweichlich, dass wir irgendwann crashen würden. Heute war es meiner Meinung nach nicht unausweichlich."

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