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Hamilton verliert Vorteil

Rosberg schaut sich Longrun-Tricks ab

Hamilton & Rosberg - Formel 1 - GP Bahrain - Sakhir - 5. April 2014 Foto: xpb 64 Bilder

Das Qualifying von Bahrain wurde zur Silber-Gala. Die einzige Frage lautete nur: Welcher Mercedes-Pilot kann sich die Pole Position sichern? Am Ende war es Nico Rosberg. Danach hatte es am Freitag noch nicht ausgesehen.

05.04.2014 Tobias Grüner

Nico Rosberg und Lewis Hamilton liefern sich momentan einen spannenden Zweikampf um die Vormacht im Silber-Lager. Die Mercedes-Konkurrenz kann nur staunend applaudieren. Nachdem Hamilton in Malaysia und in den Freien Trainings von Bahrain die Nase vorne hatte, schaffte Rosberg zum perfekten Zeitpunkt im Qualifying den Pole Position-Konter.

"Ich habe immer gesagt, dass wir zwei gleichwertige Fahrer haben", grinste Niki Lauda. "In den letzten Tagen wurde ja schon behauptet, dass Lewis deutlich stärker sei. Deshalb freut es mich, dass sich das jetzt wieder abgewechselt hat."

Nachdem Hamilton seinen letzten Versuch mit einem Verbremser weggeworfen hatte, war die Entscheidung gefallen. Beide Mercedes-Piloten konnten sich den Luxus leisten, die letzte Runde abzubrechen. Von hinten drohte keine Gefahr.

Technik läuft bisher zuverlässig

Mercedes-Aufsichtsrat Lauda sieht auch für das Rennen eine klare Angelegenheit. "Das ist eine komfortable Situation, in der wir uns befinden. Wir können uns wohl nur selbst schlagen. Die Nervosität ist wie immer. Aber es ist mir lieber, wenn wir uns nur um unsere zwei Fahrer kümmern müssen, als wenn noch Dritte involviert sind."

Immerhin an der Technik-Front droht kein Ärger. Im Gegensatz zu Malaysia lief das Bahrain-Wochenende bisher nahezu reibungslos für die Mercedes-Ingenieure. Die Piloten konnten sich ideal auf die Rennvorbereitung konzentrieren. Im teaminternen Duell sah es zunächst noch so aus, als hätte Hamilton die Oberhand. Doch das drehte sich bis zum Qualifying.
 
"Freitag war es noch in Ordnung. Von da an ging es etwas bergab. Bei Nico lief es andersrum", rätselte Lewis Hamilton. Die Pole Position verpasste er am Ende mit 3 Zehnteln Rückstand. "Die Balance hat heute nicht ganz gepasst. Leider kann man für das Rennen nicht mehr viel verändern. Da müssen wir noch ein bisschen analysieren, was man bis morgen machen kann."

Offener Datenaustausch zwischen den Fahrern

In Malaysia hatte der Brite in Sachen Rennpace noch einen klaren Vorsprung vor dem Teamkollegen. Doch der ist nun offenbar auch verschwunden. "Nico hat meine Daten genau angeschaut. Er hat am Freitag einige Sachen bei den Longruns ausprobiert und es hat gut funktioniert. Wenn ich nicht wieder was anderes finde, wird der Unterschied nicht noch einmal so groß sein."

Rosberg betonte, dass nicht nur einer von dem offenen Datenaustausch profitiert. "Es gibt immer Dinge, die er von mir übernehmen kann und welche, die ich von ihm übernehmen kann. Für das Team ist das eine tolle Sache. Ich habe die Daten aus Malaysia genau analysiert. Jetzt habe ich viel verstanden, was ich besser machen kann. Es gibt noch einige Fragezeichen. Aber mein Longrun am Freitag war gut. Deshalb gehe ich zuversichtlich in das Rennen."
 
Um die Konkurrenz der anderen Teams macht sich der Pole Setter keine großen Gedanken. Es zählt nur der Teamkollege: "Momentan gibt es nur einen Gegner. An einem schlechten Tag wird man Zweiter, an einem guten Tag Erster. Das ist ein tolles Gefühl. Ich fühle mich wohl im Auto. Alles passt momentan."

Keine Stallregie bei Mercedes

Für das Duell im Rennen sieht Rosberg vor allem den Start entscheidend. "Ich stehe ein paar Meter weiter vorne und auf der etwas saubereren Seite. Wer in Kurve 1 vorne ist, wird einen guten Vorteil für den Rest des Rennens haben. Der andere steckt dahinter etwas fest. Dann geht es noch darum, die Reifen gut zu behandeln."

Stallregie wird es bei Mercedes nicht geben. "Wir sind hier, um Rennen zu fahren und für eine gute Unterhaltung zu sorgen", erklärt Rosberg. Teamchef Toto Wolff stimmt zu: "Es gibt keinen Eingriff durch das Team. Beide Piloten werden gegeneinander kämpfen. Deshalb sind wir ja hier. Sie wissen, wie man sich im Zweikampf verhalten muss. Nur wenn es technische Probleme oder einen zu hohen Spritverbrauch geben sollte, dann werden wir die Piloten natürlich informieren."

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