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Hamilton-Vertrag in Warteschleife

Super-Duo mit Vettel bei Ferrari?

Vettel & Hamilton - GP Bahrain 2015 Foto: xpb 73 Bilder

Lewis Hamilton hat immer noch nicht bei Mercedes unterschrieben. Stereotype Antwort von beiden Seiten: Es geht nur noch um Details. Im Fahrerlager kommen langsam Zweifel auf. Weil Ferrari nun auch sportlich eine Option für Hamilton wäre.

17.04.2015 Michael Schmidt

Die Vertragsverlängerung mit Lewis Hamilton entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Auch in der Woche nach dem GP China ist nicht viel passiert. Die jüngste Entschuldigung hört sich so an: "Ich muss mich erst durch 80 Seiten Juristensprache durchpauken." Hamilton hat zwar einen Anwalt an seiner Seite, doch er will alles verstehen. "Früher war es ihm egal", sagt Niki Lauda und erzählt gebetsmühlenartig, dass es nur noch um Details gehe.

Lauda will den schnellstmöglichen Abschluss

Doch das tut es seit Oktober letzten Jahres. Immer wurden andere Gründe genannt. Hamiltons Urlaub in den USA, Toto Wolffs Knieverletzung, Hamiltons Wunsch selbst zu verhandeln, die Frage, ob er sein Rennauto am Ende des Jahres behalten darf und jetzt eben der Vertragstext, der sich für einen Laien wie Fachchinesisch liest. Und von wegen alles klar: Hamilton beichtete den englischen Revolverblättern vor dem GP China, dass noch nicht alle Vertragspunkte ausdiskutiert sind.

Die lange Wartezeit lässt im Fahrerlager die Gerüchteküche hochkochen. Hat Hamilton am Ende doch eine Option im Hinterkopf? Ferrari wird immer mehr auch sportlich zu einer attraktiven Alternative. Ist der Weltmeister durchtrieben genug, dass er Ferraris Aufwärtstrend plötzlich als Hebel für bessere Bedingungen einsetzt? Was, wenn er am Ende der roten Verlockung erliegt, weil er dort mehr verdienen und sich bei einem Sieg über Vettel einen Heiligenschein verpassen kann? Ferrari wiederum würde seinen großen Konkurrenten entscheidend schwächen, wenn man 2016 mit den zwei Superstars Vettel und Hamilton antritt.

Niki Lauda verneint: "Die Diskussion ist überflüssig. Wir wollen unser Dreamteam behalten." Eine gewisse Nervosität kann der Mercedes-Außenminister jedoch nicht verbergen. Weil die Vertragsunterschrift schon so lange überfällig ist. "Ich würde mich schon freuen, wenn wir jetzt mal sobald wie möglich zum Abschluss kommen."

Toto Wolff wiegelt ab

Teamchef Toto Wolff hätte sogar Verständnis, wenn Hamilton ein bisschen spielen würde: "Lewis ist einer der besten Fahrer der Welt. Wir sind ein Topteam. Da ist es normal, wenn sich Fahrer und Team alle Möglichkeiten offenhalten." Die Ferrari-Gerüchte wiegelt Wolff ab: "Das Thema Ferrari ist keines. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo es wirklich nur noch um Details geht." Da ist es wieder, das böse Wort. Selten haben Details einen Vertrag so lange in die Warteschleife geschickt. Einer bei Mercedes sagt: "Würde Ferrari alles Geld der Welt dafür bezahlen, ein Superteam zu haben, können wir relativ wenig dagegen tun."

Dann ginge es für die Titelverteidiger darum, den bestmöglichen Nachfolger zu suchen. Und dafür käme nur Fernando Alonso in Frage. Schon stellt sich die nächste Frage: Könnte Alonso McLaren-Honda überhaupt vor Vertragsende verlassen? Spötter behaupten: Alonso kommt aus jedem Vertrag.

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