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Lewis Hamilton vs. Felipe Massa

In Suzuka knallt's schon wieder

Formula 1 Grand Prix, Japan, Sunday Race Foto: xpb.cc 73 Bilder

Sie können sich einfach nicht voneinander trennen. Felipe Massa und Lewis Hamilton ziehen sich förmlich an. In Japan rasselten sie erneut auf und neben der Strecke aneinander.

10.10.2011 Bianca Leppert

Lewis Hamilton hat einen Lauf. Der ist aber alles andere als positiv. Der McLaren-Pilot steht nach seinen Manövern in dieser Saison immer mehr unter Beschuss der internationalen Medien. Die Diskussion um den Zwist mit Felipe Massa in Singapur waren gerade verebbt, da knallt es schon wieder zwischen den beiden Streithähnen.

Hamilton entschuldigt sich

In Runde 21 rempeln der Ferrari-Pilot und Hamilton in Kurve 16 aneinander. Zuvor waren sie im Kampf um die vierte Position. Bei der Berührung flog an Massas Ferrari ein Teil seines Frontflügels ab. "Ich weiß wirklich nicht, was da mit Felipe passiert ist", sagte Hamilton. "Die Spiegel haben bei der hohen Geschwindigkeit vibriert, deshalb konnte ich nicht sehen, wie er neben mich fuhr."

Im Gegensatz zu dem Vorfall in Singapur, bei dem Hamilton nach dem Rennen nicht mit Massa sprechen wollte, stimmte der Brite nun mildere Töne an. "Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass sich unsere Autos berührt haben. Aber glücklicherweise ist uns beiden nichts passiert. Ich hatte keine böse Absicht gegen Felipe. Ich habe den größten Respekt für ihn, er ist ein fantastischer Fahrer und er war heute sehr schnell."

Die FIA untersuchte den Vorfall, sprach aber keine Strafe aus. Die Urteilsfindung stützte sich auf den Vergleich der Linie von Hamilton in der vorausgegangenen Runde. Darüber hinaus war für die Rennkommissare entscheidend, dass Massa Hamilton auf der linken Seite in einer Rechtskurve überholen wollte - also auf der Außenbahn.

Massa sauer auf Hamilton

Die Einschätzung Hamiltons, dass keiner Schaden davontrug, stimmte nicht ganz. Der Brasilianer hatte eine andere Auffassung. Für ihn war Hamilton der Sündenbock. "Heute habe ich wieder ein Rennen mit einem bitteren Nachgeschmack absolviert", sagte Massa. "Unsere Pace war gut genug um auf das Podium zu fahren wie Fernando gezeigt hat. Aber stattdessen sitze ich nun hier und kommentiere einen siebten Platz. Das ist eine Schande. Mein Auto wurde bei dem Kontakt mit Hamilton definitiv beschädigt."

Als Massa nach dem Rennen seinen Ferrari musterte, fiel ihm auf, dass ein Teil der Endplatte des Frontflügels fehlte und der Unterboden einen Knacks abbekommen hatte. "Die Bilder sprechen für sich", meint Massa. "Er hatte Probleme mit seinen Reifen und ich war fast neben ihm und ohne Grund zog er rüber und traf mich. Bilden Sie sich selbst ein Urteil."

Sollte die FIA eingreifen?

Der Druck auf Hamilton wird nun immer größer. Bereits im Qualifying sorgte er wieder für Gesprächsstoff, weil er mit Mark Webber und Michael Schumacher aneinander geriet. Massa hat endgültig die Nase voll von seinem Konkurrenten. "Die FIA hat schon Leute wegen weniger bestraft und dieses Mal haben sie es nicht getan. Es ist das zweite Mal nacheinander nach dem Problem im Qualifying und im letzten Rennen und was am Samstag passiert ist. Und nach allem was dieses Jahr schon öfter passiert ist. Die FIA muss sich darum kümmern. Nur sie können das tun." Massa will sich nun bei FIA-Rennleiter Charlie Whiting beschweren.

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