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Massa vs. Hamilton

Erst Umarmung dann vierter Crash

Lewis Hamilton Foto: dpa 56 Bilder

Felipe Massa und Lewis Hamilton sind beim GP Indien erneut aneinandergeraten. Zum vierten Mal in dieser Saison krachte es zwischen den beiden Erzfeinden.

30.10.2011 Tobias Grüner

Vor dem Start des Premieren-Rennen in Indien hatte es noch danach ausgesehen, als würde die frostige Stimmung zwischen Lewis Hamilton und Felipe Massa etwas auftauen. Während der Schweigeminute für die beiden verstorbenen Rennfahrer Dan Wheldon und Marco Simoncelli legte Hamilton seinen Arm um seinen Erzrivalen und wünschte ihm viel Glück für das Rennen. Seit Singapur hatten die beiden Streithähne kein Wort mehr gewechselt.

Hamilton und Massa geraten erneut aneinander

Doch nach Indien dürfte es wieder eine Weile dauern, bis es zu einer Annäherung kommt. Wie zwei Magneten zieht es den Ferrari mit der Startnummer sechs und den McLaren mit der drei auf der Strecke immer wieder magisch zueinander. Nachdem es schon in Monaco, in Singapur und in Japan gekracht hatte, kam es auf der neuen Strecke in Delhi erneut zur Feindberührung.

Die vierte Kollision in diesem Jahr hatte sich schon früh angekündigt. Wieder einmal kam Massa besser aus den Startlöchern und überholte den McLaren schon in der ersten Runde. Danach fand Hamilton aber langsam in Schwung und platzierte sich im Kampf um Rang fünf formatfüllend im Ferrari-Rückspiegel.

Trotz der Vorgeschichte der beiden setzte der zuletzt viel kritisierte Engländer in Runde 23 zum Angriff an. In Kurve fünf stach er innen rein, doch Massa schmiss kompromisslos die Tür zu. Beide Piloten mussten durch die Auslaufzone, bei Hamilton ging der Frontflügel zu Bruch, Massa drehte sich.

Massa erhält eine Durchfahrtsstrafe

Obwohl sich die meisten Experten in der Schuldfrage uneinig waren, wurde am Ende der Ferrari-Pilot von der Rennleitung zu einer Durchfahrtsstrafe verdonnert. Hamilton war sich auch keiner Schuld bewusst. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass es mein Fehler war. Ich würde einfach sagen, dass es ein normaler Rennunfall war. Aber ich entschuldige mich beim Team und bei den Sponsoren für das schlechte Resultat. Wir haben ein besseres Ergebnis verdient."

Nach dem Unfall schien der McLaren nicht mehr ganz rund zu laufen. Hamilton konnte die beiden Mercedes nicht mehr angreifen und musste sich mit Rang sieben begnügen. "Es hat sich angefühlt, als würde etwas auf dem Asphalt schleifen. Das Auto war etwas komisch zu fahren, aber auf den ersten Blick sah es eigentlich ganz in Ordnung aus. Das ist einfach ein Desaster-Jahr für mich. Ich muss jetzt erst einmal den Kopf freibekommen."

Massa erwischte es nach dem Crash sogar noch schlechter als sein Widersacher. Nach der Durchfahrtsstrafe machte zuerst der flexible Frontflügel am Ferrari schlapp und musste getauscht werden. Dann ging der Brasilianer wie schon im Qualifying zu hart über die Randsteine und beschädigte sich die Aufhängung. In Runde 32 war der ereignisreiche Nachmittag für Massa vorzeitig beendet.

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