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Hamilton vs. Massa

Friedensangebot aber keine Aussprache

Lewis Hamilton GP Korea 2011 Foto: xpb 73 Bilder

Lewis Hamilton gibt Fehler zu. Er sieht sich für die Pannenserie seit dem GP Ungarn in der Pflicht. Der Engländer machte seinem Crashgegner Felipe Massa in der Pressekonferenz von Korea ein Friedensangebot. Der Brasilianer erwartet von Hamilton jedoch, dass er direkt auf ihn zugeht.

13.10.2011 Michael Schmidt

Lewis Hamilton ist auf der Strecke einer der schnellsten. Seine Reaktionen außerhalb des Cockpits dauern meistens ein bisschen länger. Vier Tage nachdem der Engländer zum zweiten Mal mit Felipe Massa kollidiert war, zeigte Hamilton so etwas wie Einsicht. Ob auf Druck des McLaren-Presseapparats oder aus eigenem Antrieb ist von außen schwer zu beurteilen.

"Ich war in den letzten Rennen öfter zur falschen Zeit an der falschen Stelle. Seit dem Grand Prix von Ungarn ist der Wurm drin. Das meiste ich mir selbst zuschreiben. Auch wenn Pech oder unglückliche Umstände dabei waren, ist das keine Entschuldigung. Mir fehlt zur Zeit einfach der Speed", gab der Champion von 2008 zu.

Hamilton macht Friedensangebot

Hamilton gab sich bei der Pressekonferenz vor dem GP Korea ganz entgegen seiner Gewohnheiten ziemlich kleinlaut. Nicht einmal auf seinen Lieblingsgegner Felipe Massa wollte er einprügeln. Stattdessen gab es eine lauwarme Entschuldigung. "Ich habe Respekt vor Felipe, egal wie schlecht seine Kommentare über mich sind. Es ist einfach, in der Hitze des Gefechts überzureagieren. Die Kollision in Suzuka war keine Absicht. Ich habe ihn nicht kommen sehen. Als er neben mir war, war es auch schon zu spät."

Hamilton nimmt sich selbst in die Pflicht: "Ich war in Suzuka nicht schnell genug. Wäre ich mein normales Tempo gefahren, wäre ich nie in die Nähe von Felipe gekommen." Dann machte der McLaren-Pilot noch ein Friedensangebot: "Felipe kann mich jederzeit sprechen. Er kennt meine Handynummer."

Massa: "Lewis muss zu mir kommen"

Massa sieht dazu keine Veranlassung. "Ich wollte mit Lewis reden, aber er hat es abgelehnt. Jetzt muss er zur mir kommen. Ich laufe ihm nicht nach." Der Brasilianer schmollt noch immer. "Nicht ich habe in den letzten Rennen laufend Fehler gemacht, sondern er."

Massa dementiert, er habe die Sportkommissare dazu aufgefordert, Hamilton zu bestrafen. "Ich habe mich mit Charlie Whiting nur darüber unterhalten, dass die Entscheidungen nicht immer konsequent sind. Es wurden schon Leute für weniger bestraft." Der Ferrari-Pilot würde die Angelegenheit am liebsten ad acta legen: "Wir müssen in die Zukunft schauen. Es bringt nichts, wenn wir es immer wieder aufwärmen."

Hamilton verteidigt sein Umfeld

Die Kritik, die auf Hamilton derzeit einprasselt, beleuchtet auch sein Umfeld. Er habe die falschen Berater, heißt es. Seit ihn das Management von David Beckham betreut, tritt er von einem Fettnäpfchen ins andere. Hamilton bestreitet das. "Ich kann von Glück reden, dass ich so gute Leute hinter mir stehen habe." Auch mit seinem Team gäbe es keine Probleme: "Ich bin seit 13 Jahren bei McLaren. Das ist meine Familie. Die jüngsten Probleme können uns nicht auseinanderdividieren."

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