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Hamilton zerstört Rosberg

Aus Trainings-Setup wird Rennabstimmung

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Ungarn - Qualifying - Samstag - 25.7.2015 Foto: Wolfgang Wilhelm 49 Bilder

So groß war der Unterschied zwischen den Mercedes-Piloten noch nie. Lewis Hamilton nahm Nico Rosberg 0,575 Sekunden ab. Das hatte nicht nur damit zu tun, dass Hamilton auf dem Hungaroring eine Macht ist. Rosberg haderte mit der Abstimmung und starkem Untersteuern.

25.07.2015 Michael Schmidt

Die Zahlen sprechen für sich. Lewis Hamilton startet beim GP Ungarn zum 47. Mal in seiner Karriere von der Pole Position. Es ist die neunte Trainingsbestzeit in diesem Jahr. Und die fünfte in Budapest. Im Rennen könnte der Engländer seinen fünften Sieg auf dem Hungaroring landen, den er eine "erwachsene Go-Kart-Strecke", bezeichnet.

Perfektes Wochenende für Hamilton bislang

Hamilton hatte bis jetzt das perfekte Wochenende. Er stand in jeder Trainingssitzung an erster Stelle. "So gut ist es die ganze Saison noch nicht gelaufen, vor allem in der Qualifikation. Lauter saubere Runden. Es gab eigentlich nichts aussetzen."

Der Hungaroring-Spezialist erzählt, was ihm an der Strecke so gefällt. "Durch die schnelle Abfolge der Kurven, bekommen die Reifen nie Erholung. Dadurch laufen sie Gefahr schnell aus dem Arbeitsbereich zu fallen und zu heiß zu werden. Außerdem gibt es ein paar richtige fette Bodenwellen, die das Auto ausheben. Du kämpfst immer ein bisschen mit Übersteuern. Es ist eine sehr technische Strecke. Das macht die Fahrerei hier so spannend."

Rosberg spürt sofort Untersteuern

Bei Nico Rosberg lief gar nichts. Am Freitag stimmte die Abstimmung nicht. Technikchef Paddy Lowe nannte es einen "Konfigurationsfehler". Im dritten Training stellte bei einem Startversuch der Motor ab. Das so genannte Anti-Stall-Programm funktionierte nicht. "Wenn das beim Start passiert, sind das null Punkte", warnte Teamchef Toto Wolff.

Eigentlich war Rosberg am Samstagmorgen mit seinem Auto zufrieden. "Dann fahre ich in der Qualifikation raus und spüre sofort brutales Untersteuern. Warum das so ist, verstehen wir noch nicht. Die falschen Reifendrücke vorne erklären den riesigen Abstand nicht. Vielleicht hat es mit den Setup-Änderungen nach dem dritten Training zu tun." Das Untersteuern kostete Rosberg in der entscheidenden Runde zwei Zehntel. "Er hat in der vorletzten Kurve einen Fehler eingebaut", verriet einer der Ingenieure.

Rosberg hatte wegen der Bdeutung des Startplatzes auf der engen Strecke voll auf ein Qualifikations-Setup gesetzt."„Das wurde durch das Untersteuern zum Renn-Setup. Untersteuern im Rennen ist gut. Weil es die Hinterreifen schont", hofft Rosberg. Vielleicht doch nicht. Am Renntag soll es 10 Grad kühler werden. "Dann wird das Untersteuern noch schlimmer", fürchtet Rosberg. Strategiechef James Vowles erklärt das Einmaleins der Abstimmung: "Kühlere Temperaturen bedeuten immer, dass sich die Balance nach vorne verschiebt."

Der WM-Zeite muss jetzt auf einen guten Start hoffen. Der Weg in die erste Kurve ist lang. Exakt 610 Meter. Ob er Hamilton mit der Strategie austricksen darf, steht noch nicht fest. "Sicher nicht über die Zahl der Boxenstopps. Die muss bei uns beiden gleich sein. Eine andere Reifenabfolge darf ich nur wählen, wenn wir beide ohne andere dazwischen um Platz 1 kämpfen." Das sollte bei der Überlegenheit der Silberpfeile der Fall sein.

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