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Hamilton zu Mercedes?

Button glaubt nicht an Hamilton-Wechsel

Motor Racing - Formula One World Championship - Italian Grand Prix - Preparation Day - Monza, Italy Foto: xpb.cc 73 Bilder

Eddie Jordan hat eine Bombe abgeworfen und amüsiert sich jetzt köstlich darüber, wie Lewis Hamilton, McLaren und Mercedes darauf reagieren. Mit ungelenken Worthülsen, Schweigen, lauen Dementis. Der einzige, der eine handfeste Aussage dazu macht, ist Jenson Button. Er glaubt nicht, dass Lewis Hamilton die Seiten wechselt.

06.09.2012 Michael Schmidt

Eddie Jordan hat eine Lawine losgetreten, mit seiner Aussage, dass Lewis Hamilton im nächsten Jahr für Mercedes fährt. Genau das wollte er. Der frühere Teamchef ist ein alter Brandstifter, der gerne ein Feuer legt und sich dann freut, dass jeder über das Thema diskutiert. Vielleicht hat Eddie Jordan die Sache auch gar nicht aus eigenem Antrieb erzählt. Vielleicht steckt ja auch ein gewisser Bernard Ecclestone dahinter, dem die Sprachlosigkeit und Monotonie in seinem Zirkus auf die Nerven geht. Immer nur Diskussionen um Reifen, Technik-Upgrades und das leidige Concorde Abkommen, das nicht in die Gänge kommen will.

Schumacher will sich erst im Oktober entscheiden

Wenn das Feuer absichtlich gelegt wurde, um ein bisschen Stimmung zu machen, dann ist der Plan wunderbar aufgegangen. Ein bisschen Wahrheit steckt ja auch in der Geschichte. Mercedes und das Management von Lewis Hamilton haben Gespräche geführt, weil lange nicht hundertprozentig klar war, ob Michael Schumacher weitermacht oder aufhört.

Er selbst schiebt die Bekanntgabe seinere Entscheidung auf Oktober hinaus. Vielleicht ist sie ja mittlerweile gefallen, aber im Frühsommer war das noch nicht der Fall. Es wäre fahrlässig von Mercedes gewesen, sich nicht nach Alternativen umzusehen. Und es wäre dumm von Hamilton, nur auf die Option McLaren zu setzen. Dann können die ihm den Preis diktieren.

Hamilton verunsichert?

Lewis Hamilton machte beim Frage-Antwortspiel in Monza eine jämmerliche Figur. Was sagen Sie zu den Gerüchten? "Kein Kommentar." Wissen Sie, wo Sie nächstes Jahr fahren? "Nein." Wann wollen Sie sich entscheiden? "Ich habe mir keine Frist gesetzt." Der Engländer kommt ein bisschen kleinlaut daher, seit er in Spa Telemetrieausdrucke der Qualifikationsrunden von Spa via Twitter verbreitet hatte. Da hat ihm wohl einer im Team mächtig den Kopf gewaschen.

Mercedes-Teamchef Ross Brawn ließ sich auch nicht viel entlocken: "Wir kommentieren Gerüchte über die Fahrer nicht." Zu Hamilton immerhin soviel: "Er ist ein exzellenter Fahrer." War das vielleicht ein Indiz in Richtung Hamilton? Welche Gründe gibt es, mit Michael Schumacher weiterzuarbeiten? "Er ist immer noch ein Fahrer, der viel zu bieten hat. Sehen Sie sich sein Rennen in Spa an. Er hat das Maximum aus seinem Auto herausgeholt. Seine Erfahrung könnte besonders 2014 nützlich sein, wenn in der Formel 1 mit neuen Motoren ein neues Kapitel aufgeschlagen wird."

Also doch. Schumacher fährt bis 2014, atmen die Schumi-Fans auf. Der Rekordsieger selbst bedauert, dass er noch keine Antwort geben kann: "Ich habe euch auf Oktober vetröstet, und dabei bleibt es."

Neuer Sponsor für Schumi

Schumacher kennt das Geschäft. "Solche Gerüchte gibt es um Monza herum immer. Eddie kann erzählen, was er will. Das stört uns nicht." Am gleichen Tag gab Schumacher bekannt, dass er mit der chinesischen Firma Erlinyou einen langfristigen Vertrag abgeschlossen hat. Die entwickeln zusammen mit Schumacher ein Navigationssystem.

Auch wenn man Wert auf die Feststellung legte, dass es egal sei, ob Schumacher fährt oder nicht, muss doch die Frage gestellt werden: Macht es Sinn für eine Firma, die bald ein Produkt auf den Markt bringen will, das mit einem Fahrer zu tun, der demnächst zurücktritt? Wenigstens im ersten Jahr möchte man doch die regelmäßige Publicity mitnehmen.

Die englischen Journalisten zogen enttäuscht ab. Bei jedem, den sie gefragt hatten, landeten sie in einer Sackgasse. Bis sie auf Jenson Button trafen. Der traute sich wenigstens eine Aussage zu: "Ich kann nur über das reden, was ich gelesen habe. Ehrlich, ich war selbst überrascht und kann mir nicht vorstellen, dass Lewis woanders fährt. Wenn es ein Team gibt, bei dem du zur Zeit sein willst, dann ist das McLaren."

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