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Hamiltons Geständnis

Falsche Mercedes-Taktik in Melbourne

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Malaysia - 21. März 2013 Foto: xpb 73 Bilder

Lewis Hamilton ist mit dem fünften Platz von Melbourne zufrieden. Obwohl mehr drin gewesen wäre. Der Mercedes-Pilot klagte am Renntag über Balanceprobleme mit seinem Auto. Erkenntnis: "Wir hätten uns am Freitag mehr um die Fahrzeugabstimmung kümmern sollen."

21.03.2013 Michael Schmidt

Hinterher ist man immer schlauer. Lewis Hamilton kämpfte bei seinem Mercedes-Debüt mit einem schlecht ausbalancierten Auto. "Am Anfang hatte ich Untersteuern, am Ende Übersteuern." Das könnte zu dem Reifenrätsel geführt haben, das Mercedes bis heute nicht gelöst hat. Die Silberpfeile gingen schonend mit den weichen Reifen um, fraßen aber die harten. Eigentlich unlogisch. "Wir haben ein paar Theorien, wissen aber nicht, ob sie stimmen", erzählt Nico Rosberg. Hamilton glaubt: "Generell geht das Auto netter mit den Reifen um als das letztjährige."

Aus Angst um die Hinterreifen zu vorsichtig

Lewis Hamilton übt Selbstkritik: "Wir hätten am Freitag mehr Zeit in das Setup des Autos investieren sollen. Stattdessen haben wir neue Teile getestet. Aus heutiger Sicht würde ich mit etwas mehr Frontflügel starten. Wir waren aus Angst um die Hinterreifen mit der Abstimmung vielleicht etwas zu konservativ und haben das Auto auf Untersteuern ausgelegt."

Auch das Wetter spielte laut Hamilton eine Rolle dafür, dass es nicht ganz optimal lief. "Für mich war es das erste Wochenende mit einem neuen Team. Da haben die ständigen Wetterwechsel nicht geholfen. Vor allem bei feuchten Bedingungen habe ich mich nicht so wohl gefühlt. Zum ersten Mal in meiner Karriere. Ich musste erst lernen, dass der Mercedes bei Nässe sehr sensibel auf Setup-Änderungen reagiert."

Melbourne kein Glücksschuss für Mercedes

Insgesamt ist Hamilton aber mit seinem ersten Mercedes-Auftritt zufrieden. "Hätte mir einer an dem Tag, an dem ich unterschrieben habe gesagt, dass ich mit zehn Punkten vom ersten Rennen heimfahre, hätte ich es nicht geglaubt." Der Engländer ist überzeugt: "Das war kein Glücksschuss. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir in der Weiterentwicklung mit den anderen mithalten können."

Auf eine Runde stimmt das Tempo bereits. Auf die Frage, was er zu der alarmierenden Vorstellung der Red Bull im Training meine, antwortete Hamilton: "Die war nicht alarmierend. Vettels Zeit hätte ich auch fahren können. Er war einfach später auf der Strecke als ich, und auf der abtrocknenden Piste wurden die Rundenzeiten immer besser." Korrektur, Herr Hamilton: Die letzte Runde, auf die er sich bezieht, hatte Vettel abgebrochen. Die vorletzte, in der Vettel die Trainingsbestzeit fuhr, lag 40 Sekunden vor Hamiltons Versuch.

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