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Haug

"Das Heil liegt im Miteinander"

Foto: dpa

Die Gründung der Interessensvereinigung der F1-Teams (FOTA) bezeichnet Mercedes-Sportchef Norbert Haug als "genau den richtigen Schritt". Die Beteiligten müssen nun aber zeigen, dass sie auf einen Nenner kommen können.

02.09.2008 Tobias Grüner

Die Formel 1 erwartet in den nächsten Jahren ein großer Umbruch. Die Königsklasse soll für Teams und Hersteller günstiger werden. Dabei gibt es allerdings noch einige Baustellen: Aerodynamik, Motoren, Hybrid-Technik und Prämienverteilung sind nur einige Punkte, die weiter in der Diskussion stehen. Der erste Schritt zur Regelung der Grundlagen für die Zusammenarbeit zwischen den Teams, den F1-Betreibern und dem Weltverband FIA ist aber noch immer ein neues Concorde-Agreement.

Problem der Einstimmigkeit

In den anstehenden Verhandlungen wird die neugegründete FOTA (Formula One Team Association) die Interessen der Teams vertreten. Wie Norbert Haug bestätigte, soll die Team-Vereinigung spätestens in Monza konstituiert werden. Allerdings ist es nach wie vor in vielen Punkten schwer, eine einstimmige Entscheidung zu erhalten: "Möglicherweise wäre es besser, wenn man zuerst etwas mit sechs oder sieben Teams macht und später auch die anderen Teams ins Boot holt", lautet ein Lösungsansatz des Mercedes-Sportchefs.

Auch wenn die Treffen nicht immer reibungslos verlaufen, hält Haug die Interessensvereinigung für einen notwendigen Schritt: "Es haben alle erkannt, dass das Heil im Miteinander liegt. Es gibt einen hohen Überschneidungsgrad unter den Teams, der gebündelt werden sollte."

Privatteams nicht nur Kanonenfutter

Dabei stellt Haug klar, dass man auch für die Belange der kleineren Rennställe, ein offenes Ohr haben sollte. "Wir waren immer ein Unterstützer der unabhängigen Teams. Sie bilden mit das Herz der Formel 1", so Haug. Auch in der Zukunft sollen Teams wie Force India, Williams und Toro Rosso eine echte Chance erhalten. "Und das nicht nur als Kanonenfutter."

Zufrieden ist Haug auch mit dem Engagement des großen Konkurrenten Ferrari. "Wenn sich Ferrari mit Luca di Montezemolo mit einbringt, hat man eine gute Basis. Wenn die Teams jetzt idealerweise mit einer Stimme sprechen, geht's auf jeden Fall schneller voran." Der Mercedes-Sportchef gibt zu, das McLaren momentan nicht gerade die treibende Kraft hinter der neuen Vereinigung ist, sondern sich erst einmal auf die eigenen Dinge konzentrieren will. "Aber wir unterstützen das und stehen voll dahinter." Außerdem habe Mercedes schon in der Vergangenheit viel investiert, um gemeinsame Lösungen zu finden.

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