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Haug jubelt

Motorenmärchen für Mercedes

GP Italien 2009 Foto: Brawn GP 36 Bilder

Das Ergebnis von Monza spricht eine deutliche Sprache. Sechs der ersten sieben Autos in der Startaufstellung fahren mit Mercedes-Motoren im Heck. Und das auf einer Strecke, wo die Leistung eine besonders große Rolle spielt.

12.09.2009 Tobias Grüner

Norbert Haug strahlte nach dem Rennen vor Glück. Wer vor der Saison Motoren beim Mercedes-Sportchef bestellte, hatte in Monza gute Chancen auf eine Spitzenplatzierung. Nur Kimi Räikkönen gab auf Rang drei den Spielverderber. Der Ferrari verhinderte, dass die ersten drei Reihen komplett mit Mercedes-Boliden gefüllt waren.

Alle Mercedes-Teams stark

"So etwas gab es noch nie", jubelte Haug anschließend. "Wir freuen uns enorm, dass Brawn, Force India und unsere Silberpfeile hier so gut abgeschnitten haben - alle starten zwischen Platz eins und sieben - eine großartige Leistung." Noch unter der Woche hatte Haug den Unterschied im Antriebssektor relativiert und behauptet, dass alle Motoren in der Formel 1 nah beinander liegen und die Unterschiede überschätzt werden.

Das Ergebnis von Monza spricht eine andere Sprache. Auch die Konkurrenz ist erstaunt. "Man muss schon anerkennen, dass die einen kleinen Vorteil haben", erklärt Nico Rosberg, der nur von Platz 18 startet. Die Williams-Schwäche liege aber nicht vorrangig am Toyota-Motor, macht der Wiesbadener klar. "Unser Paket ist einfach von der Effizienz nicht so gut auf den Strecken, auf denen man viel Abtrieb braucht."

Pech bei Toyota und BMW-Sauber

Auch Timo Glock glaubt an den Vorteil der Sternfahrer. "Das ist doch relativ deutlich, wenn alle unter den ersten Zehn stehen, dass sie da sehr stark aufgestellt sind." Auch wenn er im Qualifying nicht das Pech gehabt hätte, hinter Buemi eingeklemmt zu sein, wäre es laut Glock schwer geworden gegen die Mercedes-Autos.

Parallel zum Motorenmärchen erlebte Konkurrent BMW in Monza sein Waterloo. Binnen weniger Minuten ging zuerst der V8 von Nick Heidfeld ein, dann streikte das Aggregat im Auto von Robert Kubica. "Die Motoren waren brandneu", seufzte Sportchef Mario Theissen. Heidfeld hat nun nur noch einen frischen V8, den er sich aber noch aufheben will. "Wir fahren morgen wohl mit dem Motor aus Spa." Trotz der Auffälligkeit an der Spitze der Startaufstellung will Heidfeld nicht an einen Vorteil der Mercedes-Autos glauben. "Das kommt immer auf das ganze Paket an. Das kann niemand genau sagen, wie gut welcher Motor ist."

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