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Haug über die Mercedes GP Fahrerbesetzung

"Wir müssen mit den Spekulationen leben"

Norbert Haug und Nico Rosberg

Neben all den Spekulationen um Michael Schumacher als möglichen Fahrer bei Mercedes GP, bestätigte Mercedes am Montag (23.11.) nun offiziell Nico Rosberg als ersten Fahrer für die Saison 2010. Wann der zweite Fahrer bekannt gegeben, steht noch nicht fest.

Wie auto-motor-und-sport.de bereits berichtete, wird Nico Rosberg die Formel 1 Saison 2010 für Mercedes GP bestreiten. Was die Medien momentan aber viel mehr beschäftigt, ist die Person, die den zweiten Fahrerplatz bei Mercedes GP einnehmen wird. Seit Sonntag halten sich Gerüchte, dass der siebenmalige Ex-Weltmeister Michael Schumacher für Mercedes in die Formel 1 zurückkehren wird.

Doch weder Mercedes-Sportchef Norbert Haug noch Brawn-Geschäftsführer Nick Fry oder Nico Rosberg wollten die Angelegenheit Schumacher kommentieren. Zu Ross Brawns Kommentar, dass es unwahrscheinlich sei, dass Schumacher für Mercedes GP fährt, sagte Fry: "Dem habe ich nichts hinzuzufügen." Und auch Nico Rosberg wollte nicht darauf antworten, ob er sich Michael Schumacher als Teamkollegen vorstellen könnte.

Haug warb um Geduld bei den Medien
 
Haug warb um Verständnis für die Geheimnistuerei. "Wir müssen mit den Spekulationen leben. Ich verstehe die Medien auch, aber sie müssen warten, bis wir den Fahrer für das zweite Auto bekannt geben. Das ist alles was wir bisher sagen können." Haug habe Schumacher in Abu Dhabi zwar gesehen, aber das wäre kein Geheimtreffen gewesen. Überhaupt wolle man nichts zu den derzeit laufenden Verhandlungen sagen, um den Fahrern nicht zu schaden, die dann nicht verpflichtet würden. "Mit denen, die in Frage kommen, führen wir Gespräche."
 
Es kann durchaus sein, dass die Formel 1-Welt noch etwas länger auf die Folter gespannt wird. Laut Fry sei es zwar aus logistischen Gründen besser, den zweiten Fahrer noch vor Weihnachten bekannt zu geben, allerdings habe man momentan auch keinen großen Zeitdruck. Rosberg nutzt seinen Zeitvorsprung und wird schon am Mittwoch die Brawn-Fabrik in England besichtigen. "Ich bin schon mit den Ingenieuren und Ross in Kontakt und freue mich schon sehr darauf. Ich kenne auch noch viele Leute aus den vergangenen Jahren", sagte Rosberg.

Einstieg von Mercedes versüßte Rosberg die Unterzeichnung
 
Für den in Monaco lebenden Deutschen mit dem finnischen Vater ist es eine besondere Ehre seit 1955 als erster Deutscher wieder in einem Silberpfeil zu sitzen. "Das ist wirklich unglaublich. Ich fühle mich auch als Deutscher. Ich bin mit der deutschen Sprache und der deutschen Kultur aufgewachsen und ich schaue deutsches Fernsehen." Der Einstieg von Mercedes bei Brawn GP versüßte Rosberg die Entscheidung noch. Die Verhandlungen führte er hauptsächlich mit Nick Fry und Ross Brawn. "Nico sollte unter allen Umständen bei Brawn fahren. Dass sich das nun so entwickelt hat, freut uns natürlich", meinte Fry.
 
Auch Haug ist mit seinem "neuen alten" Schützling zufrieden. "Ich habe Nicos Karriere immer verfolgt und kenne ihn seit er klein ist. Aber das ist nicht der Grund, warum er nun bei uns ist. Er ist ein sehr fähiger Rennfahrer und hat im Williams-Toyota starke Rennen und gute Qualifyings gezeigt und das ohne viele Fehler zu machen", lobt Haug. "Es soll eine mehrjährige und hoffentlich lange Kooperation werden."

Vergleich mit McLaren
 
Dass Jenson Button nun zu McLaren gegangen ist, muss Haug akzeptieren. "Es war Buttons Entscheidung. Ich glaube nicht, dass wir uns jetzt in eine schlechte Position gerückt haben." Rosberg hätte nichts gegen den Weltmeister als Teamkollegen gehabt. Ganz im Gegenteil: "Ich hätte Jenson gerne als Teamkollege gehabt. Ich empfand es nicht als Erleichterung, dass er gegangen ist." Klar, dass sich Mercedes GP nun auch Vergleichen mit McLaren stellen muss. Fry stapelt in dieser Hinsicht aber tief. "Es wäre zu einfach, zu sagen, dass wir einen besseren Job machen als McLaren. Wir müssen jetzt erst einmal hart arbeiten."

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