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Heckflügel-Protest

Chance für die GPDA vertan

Formel 1, Lenkrad, Knöpfe Foto: Wolfgang Wilhelm 56 Bilder

Der verstellbare Heckflügel wird in Monte Carlo eingesetzt. Obwohl sich 19 von 24 Fahrern dagegen ausgesprochen hatten. Timo Glock glaubt, dass die GPDA eine Chance vertan hat, Stärke zu zeigen. Rädelsführer Rubens Barrichello gibt klein bei.

25.05.2011 Michael Schmidt

Es war wieder so ein Fall, bei dem die Suppe heißer gekocht als gegessen wurde. Am Sonntag von Barcelona unternahm die Fahrergewerkschaft GPDA einen letzten Versuch, die FIA von einem Verbot des verstellbaren Heckflügels zu überzeugen. Rubens Barrichello überreichte FIA-Rennleiter Charlie Whiting ein Schriftstück, auf dem 19 von 24 Fahrern unterschrieben hatten. Fünf verweigerten die Unterschrift. Lewis Hamilton und Michael Schumacher wollten nichts davon wissen. Angeblich auch Nico Rosberg, Nick Heidfeld und Vitaly Petrov.

Fahrerfeld ist sich nicht einig

Timo Glock zählte zu den Unterzeichnern. Der Virgin-Pilot glaubt, dass die GPDA damit eine große Chance vertan hat, Stärke zu zeigen. Das Pamphlet ist ein Papiertiger. "Ich weiß nicht, ob wir jetzt noch ernst genommen werden. Wir hätten hier demonstrieren können, dass wir eine Einheit sind. Aber wie immer gibt es Leute, die ausscheren. Sie haben sich darauf herausgeredet, dass die FIA sowieso nicht darauf verzichtet hätte, auch wenn wir uns einig gewesen wären. Darauf habe ich gesagt: Dann machen wir alle ab, dass einfach keiner das System benutzt. Da hatten aber einige Angst, dass es nicht jeder ehrlich meint."

Rädelsführer Rubens Barrichello hat sich inzwischen wieder beruhigt. "Sie haben uns versichert, dass der Heckflügel im Tunnel gesperrt bleibt. Damit kann ich leben." Sebastian Vettel pflichtete bei: "Das ist ein ordentlicher Kompromiss. Der Tunnel war unsere größte Sorge." Lewis Hamilton hatte gespottet: "Wer sich nicht traut, muss den Flügel ja nicht benutzen." Dazu Vettel: "Sag das mal einem Rennfahrer. Wenn es erlaubt ist, probiert es auch jeder, weil er hofft, damit schneller zu werden. Im Tunnel wäre das einfach ein erhöhtes Risiko gewesen."

Reifen spielen die Hauptrolle

Ob das DRS-System beim Überholen tatsächlich hilft, daran glaubt kaum keiner. "Es hilft dir vielleicht, näher an den Vordermann dranzufahren", sagt Jenson Button. Nick Heidfeld winkt ab: "Die Zielgerade ist viel zu kurz zum Überholen. Wenn der Vordermann die Rennlinie fährt, bleibt dir nur die Außenseite, und da ist kein Platz." Für Michael Schumacher werden die Reifen die Hauptrolle beim Überholen spielen. "Wenn du zur richtigen Zeit die richtigen Reifen draufhast, dann wird der Heckflügel eine Hilfe sein." Jenson Button fügt hinzu: "Und dann hast du ja auch noch KERS."

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