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Heidfeld einigt sich mit Renault

"Bald bin ich wieder im Rennen"

Nick Heidfeld Foto: xpb 14 Bilder

Das Kapitel Lotus Renault ist für Nick Heidfeld beendet. Beide Parteien einigten sich doch noch außergerichtlich. Pilot Heidfeld will aber wieder durchstarten. Die Frage ist nur wo?

05.09.2011 dpa

Nick Heidfeld gibt nicht auf. "Eins steht fest: Bald bin ich wieder im Rennen und das auf höchstem Niveau", kündigte der 34 Jahre alte Formel-1-Pilot an. Nicht zum ersten Mal in seiner Karriere, scheint der 183-malige Grand-Prix-Starter in einer Sackgasse zu stecken. Mitten in der Saison steht der gebürtige Mönchengladbacher, der vor elf Jahren in der Formel 1 debütierte, ohne Team da, nachdem sich Heidfeld und Lotus Renault außergerichtlich auf eine Trennung geeinigt haben.

"Die Vereinbarung ermöglicht es beiden Parteien, dieses Kapitel zu beenden und sich auf die jeweilige sportliche Zukunft zu konzentrieren", heißt es auf Heidfelds Homepage, auf der er noch immer im Renault-Rennoverall seine Fans begrüßt. Das Team entschied sich gegen ihn und überlässt das Cockpit bis zum Saisonende Bruno Senna, dem Neffen des 1994 tödlich verunglückten dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna.

Außergerichtliche Einigung mit Renault

Heidfeld hatte nach dem Geschmack der Teamleitung nicht die erhofften Führungsqualitäten gezeigt. "Nick ist ein sehr starker und konsequenter Racer", sagte Teamchef Eric Boullier dennoch. Demonstrativ war Heidfeld nach seiner Ausbootung noch beim Großen Preis von Belgien an die Strecke gekommen; die Entscheidung über seine weiteren Werdegang bei Lotus Renault sollte am 19. September ein Londoner Gericht fällen.

"Der Trennungsprozess war bereits sehr schmerzhaft und keiner von uns wollte eine weitere Gerichtsverhandlung", räumte Boullier nun aber ein. Details der Einigung wurden nicht bekannt. "Ich war überzeugt, im Team weiterhin einen großen Beitrag leisten zu können, aber ich muss die Umstände hinnehmen, wie sie sind, und meine Aufmerksamkeit auf die Zukunft richten", sagte Heidfeld.

Heidfelds Zukunft: Formel 1 oder DTM?

Eine Zukunft in der Formel 1? Die Frage ist mehr als berechtigt. Schon in der vergangenen Saison hatte es mit einem Stammcockpit nicht geklappt. Heidfeld half als Mercedes-Ersatz- und Pirelli-Testfahrer aus. Und auch in dieser Saison wäre der Wahl-Schweizer ohne festen Rennplatz geblieben, wäre sein ehemaliger BMW-Teamkollege Robert Kubica Anfang Februar bei einer Rallye nicht schwer verunglückt.

Der Traum von einem Sieg in der Formel 1 scheint nun also geplatzt, trotz aller Durchhalte-Bekundungen. Ein Engagement bei einem Team mit Siegchancen für die kommende Saison ist praktisch ausgeschlossen: Von Red Bull über McLaren, Ferrari bis Mercedes sind alle Cockpits bereits vergeben. Fragezeichen gibt es hinter den Besetzungen bei Teams wie Force India, wo in Adrian Sutil und Nico Hülkenberg allerdings bereits zwei Heidfeld-Landsleute um ein Cockpit kämpfen, und Toro Rosso.

Für viele erscheint ein Wechsel Heidfelds ins Deutsche Tourenwagen-Masters indes wahrscheinlicher. Dort steigt im kommenden Jahr sein Ex-Arbeitgeber BMW wieder ein.

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