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Heidfeld

"Endlich geht es voran"

Foto: dpa 54 Bilder

Beim besten deutschen Formel-1-Piloten nach dem Rücktritt von Michael Schumacher läuft in diesem Jahr alles rund. Im Interview berichtet BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld von der besten Saison seiner Karriere und seinem Weg nach ganz oben.

25.09.2007

Es läuft in diesem Jahr alles sehr rund bei Ihnen. Wie lautet ihre eigene Einschätzung?
Heidfeld: "Es stimmt, es läuft rund. Vom Gefühl her würde ich auch sagen, dass ich weniger Pech habe als in den Jahren davor. Obwohl es schwierig ist in der Formel 1 von Glück und Pech zu sprechen."

Sie sind derzeit also rundum glücklich?
Heidfeld: "Ja, schon. Für die momentane Situation geht es nicht besser, aber letztlich ist das Ziel natürlich, Weltmeister zu werden."

BMW-Sauber will 2009 um den Titel mitfahren. Sie sind dann 32 Jahre alt, um ihren großen Traum zu verwirklichen. Spüren Sie eine gewisse Dringlichkeit?
Heidfeld: "Lieber gestern als heute. Ich bin schon einige Jahre in der Formel 1 und bevor ich eingestiegen bin, habe ich nicht gedacht, dass es so lange dauert, bis ich in einem konkurrenzfähigen Team bin. Ich habe aber auch nicht gedacht, ich komme in die Formel 1 und zack, ich werde Weltmeister. Ich bin seit 2000 dabei und endlich geht es voran."

Die vermeintlich deprimierende Phase liegt also hinter Ihnen. War es denn auch eine Lernphase von der Sie heute zehren?
Heidfeld: "Es ist vielleicht ganz hilfreich, einmal eine schwierige Saison zu haben, aber ich hatte mehrere davon. Das wäre nicht nötig gewesen."

Haben Sie mit einer Steigerung nach dem bereits starken Debütjahr von BMW-Sauber gerechnet?
Heidfeld: "Nein, damit habe ich nicht gerechnet. Ich glaube kaum, dass da irgendjemand mit gerechnet hat. Man sagt allgemein, dass zweite ist schwerer als das erste Jahr. Ich wäre schon sehr zufrieden gewesen, wenn wir einen Platz in der Konstrukteurswertung gut gemacht hätten."

Befürchten Sie denn irgendwann auch mal einen Rückschlag?
Heidfeld: "Ich bin mir sicher, dass es nicht endlos nach vorne geht. Angst habe ich nicht davor. Das ist einfach normal, dass es irgendwann mal einen Rückschlag gibt. Das Entscheidende ist, dass man da durchkommt."

Überrascht es Sie, wie wenig derzeit nach Rekordchampion Michael Schumacher gefragt wird?
Heidfeld: "Es überrascht mich schon ein bisschen. Ende letzten und Anfang dieses Jahres kamen viele Frage. Das ist nicht mehr so."

Fühlen Sie sich persönlich als Rennfahrer mehr bestätigt, nachdem vor allem ihre Duelle auf der Strecke mit Weltmeister Fernando Alonso ihre Popularität noch einmal gesteigert haben?
Heidfeld: "Es ist nicht mein Ziel, bekannt zu sein. Aber es ist schön, mit so etwas bekannt zu werden. Das macht schon Spaß."

Es geht nun auf eine längere Reise nach Asien, erst Japan, dann China. Haben Sie Bilder im Gepäck von ihren beiden kleinen Kindern?
Heidfeld: "Im Handy. Da hab ich mittlerweile ein paar Hundert drin."

Wie schwer fällt denn der Abschied, Ihr zweites Kind - Sohn Joda - ist ja erst knapp zwei Monate alt?
Heidfeld: "Es fällt schon schwerer als vorher, als beide Kinder noch nicht da waren. Zumal meine Freundin damals immer mitgereist ist. Sie kommen aber mit nach China und Japan."

Was erwarten Sie von den drei kommenden Rennen?
Heidfeld: "Ich erwarte, dass wir die dritte Kraft bleiben. Wir stecken ein bisschen im Nirgendwo. Die vorne sind zu weit weg. Die hinten ebenfalls."

Bleibt es dabei: 2008 will BMW-Sauber die ersten Siege einfahren?
Heidfeld: "Mario Theissen sagt, unser Ziel ist es, nächstes Jahr ein Rennen zu gewinnen. Wir müssen einfach die Lücke nach vorne schließen, aber die Lücke ist nicht klein. Wir sind jetzt Zweiter, aber wir haben das drittschnellste Auto. Wenn wir nächstes Jahr wieder Zweiter sind, war das klasse."

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