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Heidfeld gegen Pizzonia

Showdown am Freitag

Foto: xpb

Nick Heidfeld darf zwei weitere Tage im Williams testen und hat einen Vertrag schon sicher. Am kommenden Freitag (10.12.) tritt der Deutsche zum entscheidenden Duell gegen Antonio Pizzonia an.

03.12.2004

So schnell ändern sich die Zeiten: Der zweitägige Test von Nick Heidfeld schien erst nur ein Deckmäntelchen der Williams-Spitze zu sein, um sich bei der Fahrerwahl nicht nachsagen zu lassen, man hätte nicht alles versucht, um den schnellsten verfügbaren Ersatz für Jenson Button an Land zu ziehen.

Nach zwei verregneten Tagen in Jerez, an denen sich Herausforderer Nick Heidfeld abgesehen von einem harmlosen Dreher ohne Fehl und Tadel aus der Affäre zog, ist Platzhirsch Antonio Pizzonia in Bedrängnis geraten. Der 27-jährige Rheinländer war nicht nur schneller als der Brasilianer, er überholte ihn sogar auf der Strecke, als sich Pizzonia in einer Kurve verbremste.

Williams: Option bis Weihnachten

Ein Platz im Williams-Team ist dem Deutschen, der wenig Lust auf eine Rückkehr zu Jordan oder einen Wechsel zum Jaguar-Nachfolger Red Bull verspürt, schon sicher. Heidfeld unterschrieb einen Vorvertrag, der Frank Williams bis kurz vor Weihnachten eine Option auf den Rheydter sichert.

Dass ihm die Anstellung als Testfahrer schon sicher ist, vermag den Ex-Jordan-Mann nicht zu trösten: "Ich hätte gern den anderen Job." Dazu bekommt Heidfeld Ende nächster Woche in Jerez eine weitere Gelegenheit. Weil das Team nach seiner starken Regenvorstellung auch einen Vergleich auf trockener Piste haben will, tritt Heidfeld am Donnerstag (9.12.) noch einmal gegen Mark Webber an, am Freitag kommt es dann zum finalen Duell mit Pizzonia. Die Entscheidung fällte die Teamspitze noch am Abend des zweiten Testtages. "Nick war sehr beeindruckend", gestand Technik-Chef Sam Michael.

Mario Theissen: "Wollen den Schnellsten"

Hinter dem Zweikampf auf der Strecke gibt es zusätzlich ein finanzielles Tauziehen: Williams-Sponsor Petrobras, ein brasilianischer Öl-Multi, würde für einen Brasilianer zusätzliches Geld locker machen, Heidfeld hat keine Geldgeber. Andererseits zahlen die Hauptsponsoren HP und FedEx erfolgsabhängig - ein schnellerer Fahrer bringt mehr Punkte. "Wir wollen den schnellsten Fahrer", sagt BMW-Sportchef Mario Theissen.

Das Renomée von Pizzonia leidet zur Zeit zusätzlich durch Mark Webber. Der Australier war Pizzonias Teamkollege, als dieser wegen mangelnder Leistungen Mitte 2003 bei Jaguar gefeuert wurde. Pizzonias Entschuldigung, er sei bei Jaguar technisch benachteiligt worden, bezeichnete Webber in italienischen Medien kürzlich, gelinde gesagt, als Schönfärberei. Prompt bat Frank Williams seinen neuen Fahrer, sich im Fall Pizzonia künftig in der Öffentlichkeit bedeckt zu halten.

Mark Webber und Nick Heidfeld sind ebenfalls alte Bekannte: Als 1999 die Mercedes-Sportprototypen in Le Mans fliegen gingen, waren beide als Mercedes-Junioren Leidensgenossen.

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