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Heidfeld geht kein Risiko

Renault beendet Auspuff-Test vorzeitig

Renault Auspuff Nürburgring 2011 Foto: Daniel Reinhard 26 Bilder

Nick Heidfeld wird den Rest des Nürburgring-Wochenendes wieder mit dem alten Auspuff fahren, der an der Vorderseite der Seitenkasten austritt. Die im Training getestete Variante hat noch nicht den erhofften Fortschritt gebracht.

23.07.2011 Tobias Grüner

Als eines der letzten Teams hat Renault am Nürburgring erstmals eine Auspuff-Variante nach dem Vorbild von Red Bull getestet, bei der die Endrohre im Heck auf die Außenseite des Diffusors bläst. Im Freien Training am Freitag durfte Nick Heidfeld drei Stunden lang Erfahrung sammeln. Teamkollege Vitaly Petrov fuhr zu Vergleichszwecken das alte System, bei dem die Endrohre vor den seitlichen Lufteinlässen austreten.

Neuer Auspuff langsamer als der alte

"Das neue System hat auf jeden Fall Potenzial", erklärte Heidfeld anschließend. In der Nacht trafen die Ingenieure allerdings die Entscheidung, am Samstag und Sonntag wieder auf die alte Variante umzurüsten. "Es ist ein sehr kompliziertes System", so der Deutsche. "Es ist schwer, so etwas in kurzer Zeit zum Laufen zu bekommen. Wir haben erwartet, dass nicht alles auf Anhieb klappt."

Schon am Freitag wurde der Heckbereich des Renaults immer wieder umgebaut und an das neue System angepasst. Auf Bildern ist zu erkennen, dass zwei leicht unterschiedliche Varianten getestet wurden (siehe Bildergalerie). Ausschlag für die Entscheidung gegen das Update gab am Ende nicht die Zuverlässigkeit sondern der mangelnde Speed: "Es hat einfach noch nicht das gebracht, was wir uns erhofft hatten."

Nächster Auspuff-Test in Ungarn?

Renault will aber auf jeden Fall weiter an dem Konzept arbeiten. Schon in Ungarn wird man wohl den nächsten Test starten. Ein Problem ist zum Beispiel das Gewicht. Teamkollege Vitaly Petrov ist schwerer als Heidfeld. Mit dem neuen Auspuff hätte er das Mindestgewicht von 640 Kilogramm überschritten.

Aber wäre es nicht besser, wenn Heidfeld den neuen Auspuff weiter getestet hätte, um mehr Daten für die Zukunft zu sammeln? Der Pilot verneint: "Wir lagen im Freien Training beide relativ komfortabel in den Top Ten. Da wäre es nicht klug, wenn wir das System gefahren wären, obwohl wir genau wissen, dass es langsamer ist. Wären wir weiter hinten gelegen, hätten wir vielleicht auf Risiko gehen können."

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