Nächstes Rennen: 18. März 2012
GP Australien

Heidfeld: Heilkur in Spa?

Die neunte Formel 1-Saison von Nick Heidfeld läuft nicht nach Wunsch. Die Ansprüche von BMW sind mit den Jahren gewachsen. Wer in dieser Saison nicht den Nachweis erbringt, 2009 ein potenzieller Weltmeister zu sein, muss um sein Cockpit zittern.

Heidfeld hat da ein Problem. Nach zwölf Rennen schlägt das Pendel klar Richtung Kubica aus. Das sagen die nackten Zahlen, und die sind die einzige Wahrheit in einer ergebnisorientierten Welt. Seit sechs Rennen ist der 144-fache GP-Teilnehmer auf der Suche nach der verlorenen Zeit.

Heidfeld hat Mühe, die Reifen in das optimale Arbeitsfenster zu bringen, ein Problem, das er mit Weltmeister Kimi Räikkönen teilte. Das sei inzwischen gelöst, behauptet Heidfeld, doch dummerweise halten die Ergebnisse nur selten Schritt mit dieser Aussage. In Budapest blieb er bereits in der ersten Runde der Qualifikation hängen. "Das ist mir bisher noch nie passiert. Ich habe beim ersten Versuch einen Fehler gemacht, der mir normalerweise nicht unterläuft."

Vertrag für 2009 nicht bestätigt

Das ist der Kopf, sagen sie im Team. "Phasenweise zeigt Nick, dass er es kann", analysiert Teamchef Mario Theissen. "Heidfeld ist noch nicht über den Berg." Es muss ein Warnschuss für den Deutschen sein, dass BMW einen Vertrag nicht bestätigen will, der auf dem Papier bereits fixiert ist.

Bei den Tests in Monza vor einer Woche durfte Heidfeld erneut an zwei Tagen ins Auto, fuhr an einem Tag sogar Bestzeit. Er selbst glaubt immer noch fest an eine Zukunft beim deutsch-schweizerischen Team. "Es sieht gut aus. Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr bei BMW sein werde", sagte der zweifache Familienvater.

Die nächste Chance für eine Rehabilitierung besteht am Wochenende in Spa. Teamchef Mario Theissen hat die Parole ausgegeben, dass beide Autos "solide in die Punkte" fahren sollen - ein deutlicher Seitenhieb auf Heidfelds Nuller in Valencia. Heidfeld scheint die Kritik noch nicht aus der Ruhe zu bringen: "Ich komme mit Druck ziemlich gut zurecht", beteuert der 31-Jährige immer wieder.

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Schmidt/Grüner/dpa

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