Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Heidfeld

Krise ist offensichtlich

Foto: Daniel Reinhard 42 Bilder

Nick Heidfeld kommt nicht in Fahrt, dafür die Spekulation um die Zukunft des derzeit noch immer bestplatzierten deutschen Formel-1-Piloten.

27.05.2008

Der 31-Jährige, dessen Vertrag bei dem bayrischen Rennstall bis Ende 2009 laufen soll, kommt mit dem neuen Wagen nicht zurecht. Es wird aber Zeit - der erste Sieg des BMW-Sauber-Teams soll her. Davon ist Heidfeld jedoch weit entfernt, von seinem Traum WM-Titel erst recht. "Ich werde zusammen mit den Ingenieuren alles tun, um aus meinem Schlamassel herauszukommen", verspricht Heidfeld und konstatiert: "Man braucht da keine Krise anzudichten. Es ist offensichtlich, dass ich im Moment nicht zurecht komme, dass ich nicht die Pace fahren kann, die das Auto hat. Auf der anderen Seite weiß das Team, dass ich das Fahren nicht verlernt habe."

Heidfeld, zum Saisonauftakt in Australien noch gefeierter Zweiter, redet nichts schön. Tacheles ist Trend. Auch bei seinem Chef. "Ich mache mir schon Sorgen um die Performance, natürlich", sagte Theissen zuletzt nach der Qualifikation beim Großen Preis von Monaco, in der Heidfeld nicht nur zum sechsten Mal in Serie gegen Kubica den Kürzeren zog, sondern als 13. nicht einmal in die Top Ten gelangte. Theissen: "Wenn wir nicht da stehen, wo wir sein wollen oder glauben hinzugehören, dann muss man sich Sorgen machen. Das gilt genauso für die Technik wie für die Fahrer."

Planung für die Zukunft

Erst im späteren Sommer will der BMW-Motorsportdirektor seine Fahrerpaarung für 2009 bekanntgeben. Kubica ist mit 23 Jahren die Option für die Zukunft. Doch weiß Theissen ebenso, was er an dem routinierten Heidfeld hat. Er dringe tiefer in die Technik ein als viele andere Fahrer, betont Theissen immer wieder. Genützt hat es zumindest Heidfeld selbst noch nicht viel.

Während der noch immer sieglose Routinier (138 Grand Prix) als WM-Fünfter derzeit 18 Punkte Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Lewis Hamilton (38 Punkte) hat, darf Kubica schon mal nach ganz oben schielen. "Vielleicht ist Kubica ein sehr, sehr guter Fahrer", meint Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Jedenfalls einer, der als Vierter mit sechs Zählern Rückstand dem Klassenprimus von McLaren-Mercedes sehr nahe ist.

Pole im Aufwind

In Monaco wurde Kubica Zweiter. Seine schlechtesten Resultate - abgesehen von dem Ausfall beim Auftaktrennen in Melbourne - sind in diesem Jahr die beiden vierten Ränge in Spanien und in der Türkei. "Ich denke, das ist nicht so schlecht", sagt Kubica, der erst seine zweite volle Saison in der Formel 1 fährt.

Sein Debüt feierte der 28-malige Grand-Prix-Starter als erster Pole in der Formel 1 am 6. August 2006 in Ungarn - BMW-Sauber hatte sich mitten in der Saison von Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve aus Kanada getrennt. Kubica nutzte seine Chance, schon in seinem dritten Rennen raste er als Dritter aufs Podest. Vor einem Jahr dann der schwere Unfall in Kanada. In anderthalb Wochen kehrt er zurück an den Ort des spektakulären Crashs, den er wie durch ein Wunder so gut wie unverletzt überstand.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden