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Nick Heidfelds Frustbewältigung

Heidfeld sieht nur noch nach vorne

Formula 1 Grand Prix, Malaysia, Friday Practice Foto: xpb 75 Bilder

Nick Heidfeld hat den Saisonauftakt in Melbourne abgehakt. Der Blick geht nur nach vorne. Für den Grand Prix von Malaysia rechnet sich der Renault-Pilot gute Chancen aus. Renault hat technisch nachgelegt. Dummerweise begann Heidfelds Wochenende mit einem Defekt.

08.04.2011 Michael Schmidt

Nick Heidfeld wird sein Pech nicht los. 26 Minuten nach Beginn des ersten Trainings blieb beim Anbremsen der ersten Kurve das rechte Vorderrad stehen. Heidfeld schleppte sich mit seiner Havarie eine ganze Runde um den Kurs. Der Vorderreifen war nach einem Kilometer schon durchgescheuert. Die Bremse rechts vorne war festgegangen.

Defekte Radträger waren die Ursache

Als Teamkollege Vitaly Petrov später mit dem gleichen Defekt von der Strecke rutschte, herrschte in der Renault Box Alarmstufe Nummer eins. Die Ursache des Übels lag nicht bei den Bremsen sondern den Radträgern. Die waren vor dem Training frisch eingebaut worden, gingen aber nach vier respektive sechs Runden zu Bruch. Wieder ging wertvolle Testzeit verloren. Erst nach 45 Minuten tauchte der erste Renault im zweiten Training auf der Strecke auf.

Die Pleite von Melbourne war gerade aus dem Kopf. "Das Abhaken dauert. Mir wäre es am liebsten gewesen, das nächste Rennen hätte am nächsten Tag und nicht zwei Wochen später stattgefunden. Ich versuche, die positiven Eindrücke von Melbourne umzusetzen." Zum Beispiel die Erkenntnis, dass sein Renault R31 ein schnelles Auto ist. Teamkollege Vitaly Petrov hat es mit dem dritten Platz bewiesen. "Natürlich ärgert es dich, wenn du siehst, was du hättest erreichen können", sagt Heidfeld und fügt hinzu: "Es gibt aber auch zusätzliche Motivation, wenn man weiß, dass man ein gutes Auto hat."

Neue Flügel am Renault

Die unerwartete Niederlage gegen Petrov lässt der Mönchengladbacher nicht an sich heran: "Damit beschäftige ich mich nicht mehr. Es war wie es war, jetzt geht es weiter." Heidfeld und seine Crew wollen aus den Fehlern von Melbourne lernen. Alles begann mit dem Ausscheiden in der ersten K.O.-Runde der Qualifikation. Gut, es gab Ärger mit dem Kers, aber trotzdem hätte Heidfeld eine Runde weiter kommen müssen. Sein Pech war, dass er im entscheidenden Moment im Verkehr feststeckte. "Wir haben uns das Procedere noch einmal angeschaut und versuchen es diesmal besser zu machen. Es ist vielleicht besser, nicht mehr bis zur letzten Minute zu warten."

Für den Grand Prix von Malaysia rechnet sich Heidfeld gute Chancen aus, auch wenn Ferrari und Mercedes möglicherweise besser gerüstet sind. "Wir haben hier ein relativ großes Facelift. Von den anderen erwarte ich eher Kleinigkeiten. Das könnte ein Vorteil für uns sein." Renault brachte vorne und hinten neue Flügel mit nach Sepang.

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