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Heidfeld sucht weiter nach Team

Fällt Heidfeld durch den Rost?

Nick Heidfeld Foto: dpa 14 Bilder

Nick Heidfeld hat lange auf ein Cockpit bei Mercedes GP gesetzt. Möglicherweise zu lange. Der Platz bei den Silberpfeilen ist für Michael Schumacher reserviert. Und in der Zwischenzeit fielen anderswo die Türen zu.

15.12.2009 Michael Schmidt

Für Nick Heidfeld wird es eng. Der GP Abu Dhabi, sein 167. Formel 1-Start, könnte vorläufig sein letzter gewesen sein. Nick Heidfeld hatte zum Zeitpunkt des Saisonfinales viele Karten in der Hand. McLaren-Mercedes war da noch sein Wunschziel. Man sprach aber auch mit Sauber, Renault und Lotus.

Schumacher grätscht Heidfeld dazwischen

Als McLaren sich dann Jenson Button angelte, ging für Heidfeld eine neue Tür auf. Das neue Mercedes-Werksteam alias Brawn GP suchte Ersatz für seinen abtrünnigen Weltmeister. Mangels Alternativen schien Heidfeld die Nummer eins auf der Kandidatenliste für das Cockpit neben Nico Rosberg. Kimi Räikkönen war zu teuer, Robert Kubica abhängig davon, ob Renault verkauft wird oder nicht.

Doch Heidfeld wähnte sich zu sicher. Möglicherweise hat er unterschätzt, dass an den Gerüchten um Michael Schumacher mehr dran ist als nur ein billiger PR-Gag. Selbst als sich die Spekulationen um ein Comeback des Ex-Weltmeisters verdichteten, hielt Heidfeld noch an seiner ersten Option fest. Der 32-jährige Mönchengladbacher hätte bei Lotus angeblich bis zum letzten Samstag zusagen können, doch er wollte lieber auf Mercedes GP warten. So bekam Heikki Kovalainen seinen Platz.

Sauber sucht Fahrer mit Sponsor

Bei Sauber entscheidet wahrscheinlich die Mitgift. Seit Peter Sauber selbst wieder den Rennstall führt, ist kostengünstiges Wirtschaften angesagt. Neben dem Russen Vitaly Petrov soll entweder Pedro de la Rosa oder Giancarlo Fisichella den Part des erfahrenen Piloten spielen. De la Rosa hat fünf Millionen Dollar von Santander in der Tsche, Fisichella die Unterstützung von Ferrari. Der Römer, der 2004 bereits einmal eine Saison für Sauber bestritt, wird von Ferrari bezahlt. Somit würde sich Sauber die Gage des 35-jährigen Italieners sparen.

Auch bei Renault könnte bald der Vorhang fallen. Experten gehen davon aus, dass der Luxemburger Gérard Lopez das Bieterrennen um die Renault-Aktien gewinnt. Lopez kennt Heidfeld. Der Finanzjongleur saß hin und wieder als Gast im BMW-Motorhome. Doch eine Bekanntschaft ist kein Freifahrtsschein. Lopez hat auch einen engen Kontakt zu Jacques Villeneuve, der sich ebenfalls bei Renault als Fahrer bewirbt.

Kobayashi mit guten Argumenten

Eine Mitgift ist weder von Heidfeld noch von Villeneuve zu erwarten. Da hat Kamui Kobayashi schon ein gewichtigeres Argument in der Hinterhand. Der Japaner, der in den letzten zwei Grand Prix des Jahres so sensationell auftrumpfte, bringt zwischen zwei und drei Millionen Dollar von seinem Sponsor Panasonic.

Heidfeld muss als hoffen, dass die Schumacher-Hysterie ein ähnliches Ende nimmt wie im Sommer. Da musste der Rekordsieger in letzter Minute seinen geplanten Ferrari-Einsatz absagen, weil die Nackenverletzungen von seinem Motorradsturz nicht richtig ausgeheilt waren.

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