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Heidfeld

"Theoretische Chancen sind gut"

Foto: BMW 6 Bilder

Vor dem Trubel im Fürstentum ist er einst geflüchtet, seinen ersten Sieg in der Formel 1 möchte Nick Heidfeld dennoch am liebsten in der alten Heimat feiern. Monaco hat in der Formel 1 einfach einen ganz besonderen Stellenwert, sagte Heidfeld im Interview vor dem GP von Monaco.

20.05.2008

In Monaco haben Sie schon einige Siege eingefahren - nur nicht als Formel-1-Pilot. Wie groß sind die Chancen, dass sich das am kommenden Sonntag ändert?
Heidfeld: Theoretisch sind die Chancen, dass wir mit dem F1.08 in Monaco stark sind, recht gut. Die Strecke dürfte dem Auto liegen, und ich denke, mir liegt sie auch. Ich habe in Monaco insgesamt dreimal gewonnen in der Formel 3 und der Formel 3000. Gewinnen kann man dort nur, wenn von Anfang bis Ende alles perfekt passt. Ein richtig guter Startplatz ist Bedingung, und die Rennstrategie kann in Monaco durch Safety-Car-Phasen schnell über den Haufen geworfen werden.

Hätte ein Sieg beim Klassiker in Monaco eine größere Bedeutung als er es auf anderen Rennstrecken hätte?
Heidfeld: Ja, Monaco hat in der Formel 1 einfach einen ganz besonderen Stellenwert. Der Straßenkurs gehört zu den schwierigsten Rennstrecken im Formel-1-Kalender und ist eine meiner Lieblingsstrecken. 2005 war ich als Zweiter des Rennens auf dem Podium, die Siegerehrung in der Fürstenloge ist schon etwas Besonderes.

Wie sehr sehnen Sie sich eigentlich danach, endlich mal ganz oben auf dem Podest zu stehen?
Heidfeld: Natürlich will ich gewinnen, aber das kann man als Fahrer eben nur, wenn das Auto es auch kann. Wir sind auf einem guten Weg, in Zukunft siegfähig zu werden.

Zuletzt in der Türkei sah es so aus, als habe BMW-Sauber wieder einen kleinen Rückstand auf McLaren-Mercedes. Wie schätzen Sie das Kräfteverhältnis in den monegassischen Straßen ein?
Heidfeld: In Istanbul waren wir nicht ganz so stark wie bei den voran gegangenen Rennen. Ich hoffe jedoch, dass dies eine Ausnahme war. Dementsprechend hoffe ich, dass wir in Monaco wieder näher dran sind an einem Platz auf dem Podest.

Ist BMW-Sauber dort vielleicht sogar im Vorteil, es heißt doch immer, in langsamen Kurven sei das Auto besonders stark?
Heidfeld: Wie gesagt: In der Theorie sollten wir dort stark sein. Jedes Team hat für Monaco ein spezielles High-Downforce-Paket. Wie gut dies funktioniert, kann man vorab schwer einschätzen, weil die Strecke mit keiner anderen vergleichbar ist.

Wie sehr wurmt Sie, dass ihr Teamkollege Robert Kubica insbesondere in der Qualifikation meist vor Ihnen landet?
Heidfeld: Das ärgert mich natürlich, schließlich sitze ich im gleichen Auto. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass Robert und ich manchmal mit unterschiedlich viel Benzin an Bord in die Qualifikation gegangen sind, sieht es für mich gar nicht so schlecht aus, wie es den Anschein hat. Ich habe in diesem Jahr Schwierigkeiten damit, die Reifen für eine einzelne schnelle Runde auf Temperatur zu bekommen. Daran arbeite ich mit dem Team und natürlich speziell mit meinem Ingenieur. In Istanbul hätte ich im Qualifying deutlich besser abschneiden können. Da sah es recht gut aus. Ich war in Q3 in den ersten beiden Sektoren sehr gut unterwegs, habe dann aber einen Fehler im dritten Sektor gemacht, der mehr als drei Zehntelsekunden gekostet hat. Darüber habe ich mich wahnsinnig geärgert. Auf der anderen Seite ist mir das Rennergebnis wichtiger. Aber auch damit bin ich im Moment nicht ganz zufrieden.

Was spricht für einen Sieg von Ihnen, was für einen von Robert Kubica in Monaco?
Heidfeld: Als erstes muss natürlich das Auto siegfähig sein. Das gilt für Monaco genauso wie für andere Strecken. Für Robert spricht, dass er offensichtlich momentan sehr gut mit dem Auto zurecht kommt. Für mich spricht, dass ich in der Vergangenheit gezeigt habe, dass ich jeden Teamkollegen schlagen kann, und außerdem schon früher in Monaco Erfolge feiern konnte.

Müssen die Fans eine Rivalität im eigenen Rennstall wie im vergangenen Jahr bei McLaren-Mercedes fürchten?
Heidfeld: Das muss man differenziert sehen. Die Rivalität zum eigenen Teamkollegen ist in der Formel 1 so normal wie die zu den anderen Fahrern. Da gibt es nichts zu fürchten. Ich komme mit Robert sehr gut klar, wir arbeiten gut zusammen und haben oft Spaß miteinander. Aber es ist unser Job, schneller als der jeweils andere zu sein. Jeder will die Messlatte legen und besser dastehen als der Teamkollege. Wenn ein Fahrer diesen Ehrgeiz nicht hat, muss ihn das Team eigentlich sofort rausschmeißen. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass im vergangenen Jahr die Rivalität zwischen Alonso und Hamilton das eigentliche Problem im Team war.

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