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Heidfeld, Vettel & Co. - die Deutschen in Abu Dhabi

Erfolgserlebnis vor der langen Winterpause

Sebastian Vettel Foto: dpa 46 Bilder

Die vier Deutschen Piloten reisen mit großen Ambitionen nach Abu Dhabi. Alle vier hoffen auf einen versöhnlichen Ausklang einer aufregenden Saison. Allerdings sind viele Fahrer mit ihren Gedanken auch schon im nächsten Jahr.

29.10.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel hat die Enttäuschung über den verlorenen WM-Titel abgestreift. "Ein paar Tage hat es schon gedauert. Aber jetzt sehe ich das Positive in dieser Saison. Es war ein gutes Jahr für uns. Wir haben einige Dinge falsch gemacht, und unsere Lektionen daraus gelernt." Eine dieser Lehren nennt der 22-jährige Hesse. Man könnte es mit dem Motto umschreiben: Greife nicht nach den Sternen, wenn sie zu weit entfernt sind. "Wir haben bei den Rennen, bei denen wir keine Siegchancen hatten, nicht immer das Maximum herausgeholt. Einige unserer Entscheidungen waren vielleicht nicht die gescheitesten."

Die Kollision in Melbourne mit Robert Kubica wertet Vettel als Rennunfall: "Ich fahre nicht automatisch auf die Seite, wenn ein Auto in meinem Rückspiegel auftaucht." Für das letzte Rennen in Abu Dhabi bleibt jetzt nur noch ein Ziel: "Ich will Platz zwei in der WM sichern." Obwohl er einmal gesagt hat, dass der Zweite der beste Verlierer ist? "Der zweite Platz ist besser als der dritte", grinst Vettel.

Adrian Sutil:

Die Strecke in Abu Dhabi kennt Adrian Sutil wie alle Piloten bisher nur vom Simulator. "Da habe ich sie ausprobiert und ich muss sagen, sie ist sehr schön zu fahren." Allerdings sei Abu Dhabi "nicht gerade überwältigend" vom fahrerischen Anspruch. Da alle Teams auf dem Yas Marina Circuit Neuland betreten, kann Sutil noch keine genaueren Prognosen für das Wochenende treffen. "Ich bin mir nicht sicher, ob die engen Kurven unserem Auto liegen. Es ist insgesamt schwer zu sagen, wo wir stehen", so Sutil.

Zuletzt glich die Leistungskurve des Force India-Renners einer Achterbahn. Nach dem Hoch in Spa und Monza folgte das Tief in Singapur und dann wieder gute Leistungen in Japan und Brasilien. Zuletzt fehlte allerdings das Glück für bessere Ergebnisse: "Ich hatte ein gutes Gefühl, als ich die Strecke heute abgelaufen bin", machte sich der Deutsche Mut. Zu seiner vertraglichen Situation konnte sich auch Sutil nicht äußern. "Wir sind in Gesprächen. Natürlich auch mit Force India. Ich würde gerne hier bleiben."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg überraschte in Abu Dhabi mit der Ankündigung, dass er in der kommenden Saison nicht mehr bei Williams fahren wird. Allerdings war das für meisten Experten im Fahrerlager keine Neuigkeit. Interessanter wäre gewesen, wenn der Deutsche endlich zugegeben hätte, dass er kommende Saison bei Brawn GP fährt. "Über meine Zukunft kann ich leider immer noch nichts sagen", gab sich Rosberg wortkarg.

Vor seinem letzten Rennen mit Williams ist der Wahl-Monegasse allerdings nicht besonders optimistisch. "Es gibt einige Dinge, die gegen unser Auto sprechen. So ist z.B. die Gerade etwas zu lang für uns." Soll heißen: Dem Toyota-Motor fehlt es etwas an Power, um mit den stärkeren Teams mitzuhalten. In der vergangenen Woche verbrachte Rosberg noch einmal drei Stunden im Simulator, um sich vorzubereiten: "Das ist schon unglaublich. Sogar die Gebäude stehen an der exakt gleichen Stelle."

Nick Heidfeld:

Obwohl BMW sein letztes Rennen in Abu Dhabi fährt, blickt Nick Heidfeld zuversichtlich in die Zukunft. "Ich bin immer noch sehr sicher, auch nächstes Jahr in der Formel 1 zu sein." Der Abschied geht aber auch am Mönchengladbacher nicht spurlos vorbei. "Das wird eine spezielle Situation sein. Ich habe lange mit den Leuten gearbeitet und plötzlich ist es zuende." Mit welchen Teams Heidfeld momentan noch verhandelt, wollte er nicht verraten. Allerdings dementierte er erneut, mit den vier Neueinsteigern zu sprechen.

Vor dem letzten Rennen der Saison zog Quick Nick noch einmal Bilanz. "Die Saison war gut aber nicht perfekt. Sie war nicht so gut wie mein bestes Jahr 2007. Am Anfang haben wird etwas Probleme mit dem Auto gehabt." Im letzten Rennen soll noch einmal ein Erfolgserlebnis her. "Ich habe die Piste bisher nur auf dem Computer gesehen, aber im Auto fühlt sie sich ja noch einmal anders an."

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