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Heidfeld, Vettel & Co. - die Deutschen in Bahrain

Glock und Vettel mit Siegchancen

Trulli, Glock & Vettel Foto: dpa 21 Bilder

Für die fünf Deutschen lief das Qualifying sehr unterschiedlich. Glock und Vettel stehen ganz vorne, Rosberg und Heidfeld im Mittelfeld und Sutil geht nach der Strafe wieder von ganz hinten ins Rennen.

25.04.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Timo Glock

Timo Glock hat freie Sicht nach vorne. Schräg vor ihm steht nur noch Teamkollege Jarno Trulli. Der zweite Startplatz ist die ideale Ausgangsposition, wenn man bedenkt dass sich Glock am Freitag mit Bremsproblemen herumschlagen musste und am Samstagmorgen mit einem Elektrikdefekt ausrollte. "Der Motor begann zu stottern, und dann war auch schon Schluss." Der Fehler wurde schnell gefunden. Glock begründet den Toyota-Durchbruch damit, dass es zum ersten Mal in den drei Qualifikationsrunden keine Schwankungen bei der Reifennutzung gab.

"Wir sind wie nach Plan gut durch die Qualifikation gekommen. Das Auto blieb konstant, so wie wir es bei den Wintertestfahrten gewohnt waren." Der WM-Vierte sieht auch für das Rennen gute Chancen: "Das schnellste KERS-Auto steht auf Platz fünf. Das ist weit genug weg, um beim Start vor den KERS-Autos zu bleiben. Dann hoffe ich sie nie wieder zu sehen."

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel sah bis zur zweiten Runde der Qualifikation (Q2) wie ein Kandidat für die Pole Position aus. Am Ende musste er sich als Dritter hinter zwei Toyota zufrieden geben. "Erst war ich überrascht, wie gut unser Auto mit wenig Sprit im zweiten Quali-Abschnitt ging. Ich konnte mir sogar einen Satz Reifen für das Rennen sparen. Dann hat mich die Zeit der Toyota-Fahrer im Finale überrascht. Vielleicht sind Jarnos und Timos Auto mit mehr Benzin an Bord besser als unser Red Bull."

Der Shanghai-Sieger konnte Platz drei aber auch etwas Gutes abgewinnen: "Ich habe mich ganz knapp vor Button gehalten. Das war wichtig." Für das Rennen erwartet Vettel weder mit der Hitze noch mit den Reifen Probleme. "Die Hitze ist auszuhalten, wenn du fährst. Am schlimmsten ist es, solange du an den Boxen herumstehst. Beide Reifenmischungen funktionieren hier gut. Es gibt nicht wie in Melbourne Probleme mit Körnen. Den härtesten Job haben im Rennen die Bremsen. Wir haben aber gute Lösungen gefunden, sie zu kühlen."

Nico Rosberg

Nico Rosberg atmete auf. "Platz neun ist Schadensbegrenzung. Da ich viel Sprit im Tank habe, könnte es für das Rennen ganz gut aussehen." Der Williams-Pilot war zuerst als 15. und dann als Zehnter eine Runde weiter gekommen und gerade so in das Top Ten-Finale gerutscht.

"Das war heute ein echter Kampf. Ich fühlte mich im Auto nicht wohl." Obwohl die Ingenieure über Nacht nur leichte Korrekturen am Frontflügel angebracht hatten, war der Williams wie verwandelt. "Ich hatte Übersteuern beim Reinbremsen in Kurven, untersteuern in den mittelschnellen Ecken und keine Traktion. Keine Ahnung, was da schief gelaufen ist. So haben wir das noch nie erlebt."

Nick Heidfeld

Nick Heidfeld gibt sich keinen Illusionen hin. Platz 14 im Training ist fast schon Routine: "Ich bin überrascht, dass andere überrascht sind. Ich habe es so erwartet. Wir haben seit dem ersten Rennen am Auto kaum Neuheiten, die anderen schon. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, macht das einen großen Unterschied aus, weil das Feld so eng zusammen liegt. Wir sind in Shanghai mit einem Auto in der ersten Qualifikationsrunde hängen geblieben. Deshalb wussten wir vorher, dass es hart werden würde, eine Runde aufzusteigen."

Diesmal lagen im Q2 1,5 Sekunden zwischen dem Schnellsten Sebastian Vettel und dem langsamsten Nelsinho Piquet. "Da darfst du dir keinen Schnitzer erlauben, sonst bist du weg", beschreibt Heidfeld den brutalen Ausleseprozess. Dabei hatte der BMW-Pilot sogar eine Fahrt ohne Fehler. Einziger Kritikpunkt: "Die Balance war nicht toll. Das Auto war nie konstant, deshalb war es schwierig ans Limit zu gehen."

Adrian Sutil

Adrian Sutil konnte sich nur kurz über den Fortschritt seines Force Indias freuen. Eine dreiviertel Stunde nach dem Qualifying wurde der 26-Jährige von der Rennleitung vom 16. auf den 19. Platz zurückgestuft. "Es war einfach eine blöde Situation", entschuldigte sich Sutil.

Trotzdem geht der Starnberger motiviert ins Rennen. "Die Abstände nach vorne sind sehr knapp. Ich denke schon, dass da noch was gehen könnte. Zumindest die drei Startplätze will ich mir wieder zurückholen." Mit Platz 16 wäre der Force India-Pilot vollstens zufrieden gewesen: "In Shanghai waren wir noch sieben Zehntel hintendran. Jetzt sind wir gut dabei."

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