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Heidfeld, Vettel & Co. - die Deutschen in Bahrain

In Bahrain wäre mehr drin gewesen

Sebastian Vettel Foto: dpa 46 Bilder

Nach dem Rennen in Bahrain zeigte sich keiner der fünf Deutschen mit dem Resultat zufrieden. Selbst Sebastian Vettel haderte mit seinem zweiten Podiumsplatz in Folge. Für alle wäre mehr drin gewesen.

26.04.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel stand zum dritten Mal in seiner Formel 1-Karriere auf dem Podium, zum ersten Mal auf dem zweiten Platz. Trotz Startplatz drei, trotz der größten Spritmenge im Kreise der Favoriten, trotz sieben Führungsrunden reichte es nicht zum Sieg. Sebastian Vettel verfluchte den Start: "Ich bin eigentlich gut weg gekommen, und als ich in den Spiegel schaue, ist Hamilton noch weit weg. Ich habe mit ihm nicht mehr gerechnet und deshalb die rechte Spur nicht richtig abgedeckt. Plötzlich kam er angerauscht. Innen war kein Platz mehr, außen drängelte sich Button rein, und schon war ich Fünfter."

Zwei Drittel des Rennens schaute der Red Bull-Pilot in den Auspuff eines vorausfahrenden Autos. "Erst kam ich an Hamilton nicht vorbei, dann an Trulli. Da halfen mir auch meine weichen Reifen nichts. Hamilton war mit seinem KERS nicht überholbar, und auch an Trulli auf seinen harten Reifen kam ich nicht vorbei." Vettel hätte eine Sekunde schneller fahren können, "doch hinter einem anderen Auto lassen innerhalb von vier Runden die Reifen nach. Selbst als Trulli an die Boxen abgebogen war, konnte ich nicht voll attackieren. Die Reifen hatten ihren Zenit bereits überschritten." Nur den letzten Turn konnte Vettel mit freier Sicht nach vorne abspulen. Jetzt drängelte Trulli von hinten, doch der Toyota-Pilot war aus den gleichen Gründen wie vorher Vettel chancenlos.

Nico Rosberg

Nico Rosberg fuhr sich die Seele aus dem Leib, landete aber nur auf dem undankbaren neunten Platz. "Ich habe das Beste rausgeholt. Mehr ging nicht." Beim Start machte er die gleiche Erfahrung wie Vettel. "Den haben mir die KERS-Autos versaut. Ich kam super weg, war schon Siebter und habe mit Räikkönen, Massa und Alonso gar nicht mehr gerechnet. Kurz vor dem Bremspunkt kamen die wie aus dem Nichts angeschossen. Darauf war ich nicht mehr vorbereitet. Ich habe nur noch nach vorne geschaut."

Von Platz 10 aus wurde das Rennen für Rosberg schwierig. "Die einzige Chance, es an den KERS-Autos wieder vorbeizuschaffen, wäre die erste Runde gewesen, aber da ging nichts." Rosberg machte sich nach der Vorstellung seines Williams in Bahrain Sorgen. "Ich hatte kein gutes Gefühl mit dem Auto. Im Rennen war es etwas besser als im Training, aber nur weil ich meinen Rhythmus gefunden habe. Die anderen Teams werden in Barcelona einen großen Schritt machen. Wir haben die Hälfte unseres Entwicklungspakets schon in Bahrain abgefeuert, traten aber auf der Stelle. Ich hoffe, dass wir in Barcelona nicht abrutschen."

Timo Glock

Für Timo Glock lief das Rennen alles andere als erwartet. "Heute haben wir gezeigt, wie man es nicht machen sollte", stöhnte der enttäuschte Kölner. "Nach dem ersten Boxenstopp war mein Rennen praktisch vorbei." Toyota wählte eine eigenwillige Strategie, indem man die beiden Fahrer im Mittelabschnitt auf die harten Reifen setzte. "Damit war ich extrem langsam und musste kämpfen. "Warum Glock derart viel Zeit verlor, wusste er selbst nicht: "Vielleicht hatte es was mit der Temperatur zu tun. Allerdings müssen wir noch herausfinden, warum die Probleme bei Jarno nicht so groß waren."

Trulli fiel nach dem ersten Boxenstopp nicht ganz so weit zurück wie sein Teamkollege. Trotzdem wollte Glock die Qualifying-Strategie nicht kritisieren. "Wir waren da schon aggressiv mit der Spritmenge. Wir wollten einfach etwas probieren." Dass am Ende nur der siebte Platz raussprang ärgerte den zu Beginn noch führenden Glock: "Wir hätten sicher ein, zwei Plätze weiter vorne landen können." Im Zweikampf mit Kimi Räikkönen hatte er am Ende aber keine Chance: "Da war nichts zu machen. Der hat den Boost gedrückt und war vorbei."

Adrian Sutil

Für Adrian Sutil war das Rennen ebenfalls schon früh gelaufen: "Ich habe einen Schlag bekommen und bin drei Plätze zurückgefallen. Dann hing ich auch noch hinter Kovalainen zurück. Da war einfach nicht mehr drin." Mit seiner eigenen Leistung ist Sutil allerdings zufrieden: "Ich bin ohne Fehler durchgefahren. Das war das Maximum."

Dank neuem Diffusor konnte Force India in Bahrain einen großen Schritt nach vorne machen: "Ich denke wir haben im Qualifying Toro Rosso überholt und im Rennen war einer vor und einer hinter uns." Insgesamt habe das neue Paket vier Zehntel gebracht: "Auf manchen Strecken könnten es auch sechs Zehntel sein." Die Hitze war für den Starnberger kein Problem: "Das war noch in Ordnung. Durch die geringe Luftfeuchtigkeit ist es auszuhalten. In Malaysia vor einem Jahr war es schlimmer."

Nick Heidfeld

BMW-Sauber erlebte ein verkorkstes Rennen. Mit Robert Kubica auf Rang 18 und Nick Heidfeld auf Platz 19 erlebte das Team einen neuen Tiefpunkt. Das wollte der Mönchengladbacher auch gar nicht schönreden: "Das Ergebnis ist ein Disaster, auch wenn wir mit der Kollision in der ersten Kurve Pech hatten." Dass sich beide Teamkollegen gegenseitig das Rennen kaputt machten entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man bedenkt, in welch schwieriger Lage sich das Team momentan befindet.

"Zuerst dachte ich, die Aufhängung sei gebrochen", beschreibt Heidfeld die Auswirkungen. "Aber am Ende musste nur eine neue Nase montiert werden und dann ging es weiter." Weit nach vorne ging es allerdings nicht mehr. Nur der ausgefallene Kazuki Nakajima wurde hinter dem BMW klassiert. "Es war ein Rennen zum Vergessen und wir hoffen jetzt alle auf Verbesserungen in Barcelona."

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