Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Heidfeld, Vettel & Co. - die Deutschen in Bahrain

Zuversicht im deutschen Lager

Timo Glock Foto: Daniel Reinhard 22 Bilder

Die fünf deutschen Piloten erlebten einen abwechslungsreichen ersten Tag in Bahrain. Auch wenn noch nicht alles auf Anhieb klappte, blickt das Quintett weitgehend optimistisch in Richtung Qualifying.

24.04.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nick Heidfeld:

Am Morgen belegte Nick Heidfeld den zweiten, am Nachmittag den letzten Platz. Das Verwirrspiel fordert Aufklärung. Im Vormittagstraining waren die BMW als einzige mit den weichen Reifen unterwegs. Am Nachmittag rächte sich, dass die meisten anderen Autos im Feld abgetankt wurden.

Heidfeld klagte außerdem darüber, dass dem Team ein Fehler bei der Abstimmung unterlief. "Das Auto war nicht so eingestellt, wie ich es wünschte." Der Mönchengladbacher klagte über mangelnde Bremsstabilität und fehlenden Grip. "Der Unterschied in der Fahrzeugbalance zwischen harten und weichen Reifen ist hier ziemlich groß. Deshalb ist es nicht einfach, das Auto optimal abzustimmen."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg fuhr im Nachmittagstraining mit 1.33,339 Min. die schnellste Runde des Tages. Der Williams-Pilot verließ die Strecke am Abend mit einem guten Gefühl. "Gemessen an anderen Freitagstrainings sind wir hier noch stärker." Obwohl der Kurs von Sakhir hauptsächlich aus langsamen Kurven besteht, die nicht gerade die Stärke des Williams FW31 sind. "Das kann man so nicht sehen", korrigiert Rosberg. "Unser Auto geht nicht nur in schnellen Ecken gut, es liegt auch perfekt in den Passagen, wo ich aus hoher Geschwindigkeit in Kurven hineinbremsen muss."

Die guten Trainingsergebnisse sind eine Sache, der Punktestand ein anderer. Rosberg verdient mehr als die 3,5 Zähler, die auf seinem Konto stehen. "Es stimmt, dass wir einige Punkte durch unglückliche Entscheidungen an der Boxenmauer verspielt haben", räumt Nico ein. Er bekommt deshalb nicht Torschlusspanik: "Wir haben ein sehr gutes Auto, und es wird auch noch eine Weile gut bleiben. Ich mache mir keine Sorgen, dass der Lohn dafür noch kommt."

Adrian Sutil:

Endlich gab es bei Force India Grund zur Hoffnung. Der neue Doppeldiffusor ist mit einer Reihe anderer neuer Aerodynamikteile erstmals im Einsatz gewesen. "Ich denke, dass hat uns schon einen guten Schritt weiter gebracht. Am Ende hat sich das Auto richtig gut angefühlt", sagte Adrian Sutil nach Platz sieben im zweiten Freien Training. Die neuen Teile haben auf jeden Fall gehalten, was man sich vorher davon versprochen hat.

Das Top Ten-Ergebnis im Training spiegelt allerdings nicht ganz das Kräfteverhältnis wieder. "Es ist schwer zu sagen, wo wir wirklich stehen. Ich erwarte natürlich, dass wir noch ein Stück zurückfallen", so Sutil. Für das Qualifying rechnet sich der 26-Jährige trotzdem etwas aus. Vielleicht sogar Q2? "Warum nicht. Unmöglich ist es nicht." Mit den Reifen gebe es keine größeren Probleme. Schlimmer ist da schon die Hitze: "Wir hatten etwas hohe Temperaturen im Motor und an den Bremsen."

Sebastian Vettel:

Durchstarter Sebastian Vettel will sich auf seinem Erfolg von Shanghai nicht ausruhen: "Man muss das Auto jeden Tag ans Limit pushen und hart arbeiten", sagte der 21-Jährige nach dem Freitagstraining. "Wir haben eine solide Leistung abgeliefert. Jetzt werden wir das Ergebnis analysieren und hoffentlich morgen noch stärker auftreten."

Im Kräfteverhältnis sieht sich der Red Bull-Star noch hinter Brawn GP: "Die waren vor allem bei Longruns sehr schnell. Aber dahinter ist das Feld sehr eng beieinander." Beeindruckt zeigte sich Vettel auch von Force India. "Die haben eine ordentliche Leistung abgeliefert. Es sah so aus, als haben die wirklich einen Schritt nach vorne gemacht mit dem neuen Unterboden."

Timo Glock:

Nach dem Test im Februar ist Toyota nun schon das zweite Mal in Bahrain auf der Strecke: "Leider können wir die Testdaten kaum verwerten. Es war heute viel heißer und das Auto hat sich inzwischen auch stark weiterentwickelt", bedauert Timo Glock. Vor allem Probleme mit der Bremsstabilität sorgten am Freitag für einige Sorgen beim Deutschen. "Ich hoffe, dass wir das über Nacht irgendwie beheben können."

Auch an der Reifenfront sucht Toyota noch nach Erkenntnissen: "Der harte Reifen ist irgendwie seltsam. Der weiche Reifen ist nicht so schlecht. Ich erwarte, dass sich die Strecke noch stark verbessert und die Probleme weiter lindert." Auch wenn das Auto nach Aussage Glocks noch nicht da ist, wo man es gerne hätte, bleibt der Kölner optimistisch: "Ich denke schon, dass wir wieder nach vorne kommen können. Aber es wird nicht einfach."

Umfrage
Hat sich KERS für die Formel 1 gelohnt?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden