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Heidfeld, Vettel & Co. - die Deutschen in Malaysia

Regenwünsche und Regenängste

Sebastian Vettel Foto: dpa 36 Bilder

Nach einem hoffnungsvollen Auftakt in Melbourne wollen die fünf deutschen F1-Piloten in Malaysia die gute Form in Resultate ummünzen. Nur in der Regenfrage ist sich das Quintett nicht einig.

02.04.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel hadert immer noch mit der Entscheidung der Rennkommissare von Melbourne, die ihn wegen der Kollision mit Robert Kubica um zehn Startplätze zurückstufen wollen: "Die Strafe war zu hart. Da lag keine Absicht oder zu viel Risiko vor. Welchen Nutzen hätte ich gehabt, einen Unfall zu riskieren? Ich war auf dem Weg zu einem Podestplatz."

Zehn Startplätze weiter hinten sind auf jeder Rennstrecke eine schwere Hypothek. "In Malaysia kann man wenigstens leichter überholen als in Melbourne", sagt Vettel. Die positive Erkenntnis aus dem ersten Rennen: "Wir sind im Augenblick die Nummer zwei. Damit müssen wir happy sein. Wer hätte vor der Saison schon gedacht, dass wir vor Ferrari, BMW und McLaren fahren?"

Nico Rosberg:

Nico Rosberg zählte zu den heimlichen Helden des GP Australien. Seine schnellste Rennrunde zeigt, dass der Trend bei Williams stark bergauf zeigt: "Unser Auto ist deutlich besser als letztes Jahr. Ich rechne mir auch für Malaysia viel aus. Die Setup-Fehler, die uns letztes Jahr weit zurückgeworfen haben, sollten uns dieses Jahr nicht mehr passieren." Die Datenauswertung hat gezeigt, dass die Williams in Melbourne so schnell wie die Brawn GP waren. Damit passt die flüssige Streckenführung von Sepang noch besser ins Profil des Williams FW31. Von Siegen will Rosberg aber nicht gleich träumen: "An den Brawn GP führt kein Weg vorbei. Nur der Regen kann sie stoppen."

Timo Glock:

Timo Glock hätte nichts gegen einen Regenschauer beim GP Malaysia. Der Toyota-Pilot war bei einem Regentest in Jerez Schnellster. "Das zeigt, dass unser Auto bei Nässe ganz gut geht." Wenn es in Malaysia regnet, dann ist das immer ein Wolkenbruch. Und da beginnen die Probleme. "Das Auto beginnt bei stehendem Wasser mit dem Unterboden aufzuschwimmen. Bei so einem Regen wie heute am Donnerstag müsste das Safety-Car ausrücken. Sonst wäre es zu gefährlich."

Die Streckencharakteristik von Sepang spielt den KERS-Autos bessere Karten in die Hand als Melbourne. Glock könnte also wieder ein Rennen erleben wie vor vier Tagen in Australien. "Da hing ich das halbe Rennen hinter Alonso. Auf der Geraden ist er mir mit seiner KERS-Power immer weggefahren. Aber ich konnte auch in den Kurven nicht richtig aufschließen. Ich habe nicht gespürt, dass das Hinterherfahren mit den neuen Autos einfacher geworden ist."

Nick Heidfeld:

Nach dem zehnten Platz beim Saisonauftakt erwartet BMW-Pilot Nick Heidfeld in Sepang ein deutlich besseres Ergebnis. "Wie schon die Tests vor der Saison gezeigt haben, sind wir momentan in der Gruppe hinter Brawn GP. Diese Position ist ganz OK, könnte natürlich besser sein." Obwohl Sepang einige lange Geraden hat, erwartet Heidfeld keinen großen Vorteil von seiner Hybrid-Power: "Ich hatte auch gehofft, dass der Unterschied größer ist, aber es macht wohl leider nicht so viel aus. Im Qualifying könnte es ein Faktor werden, da wir die Energie sowohl am Start der Zielgerade als auch in der schnellen Runde abrufen können."

Am Donnerstagabend war noch nicht ganz entschieden, ob Heidfeld mit KERS ins Rennen geht. Bei großer Hitze und möglichen Niederschlägen spielt auch das Wetter ein große Rolle: "Wir sind das KERS noch nicht im Regen gefahren. Aber wir haben die Freigabe." Auch der Reifen ist in Malaysia noch eine Unbekannte: "Ich denke, dass die Reifen nicht ganz so stark abbauen. Aber das ist nur eine Vermutung."

Adrian Sutil:

Nach dem gelungenen Auftakt im ersten Rennen hofft Adrian Sutil auch in Malaysia ins Ziel zu kommen. Diese Pläne könnten in Sepang aber nicht nur durch die Technik, sondern auch durch das Wetter durchkreuzt werden. Sutil hat vor allem Respekt vor den heftigen Unwettern, von denen schon am Donnerstag eines über die Strecke zog: "Wenn es so regnet, dann kann kein Mensch Auto fahren", befürchtet der Force India-Pilot. "Dann müssen wir schauen, dass wir die Autos im ersten Gang an die Box zurück bekommen."

Auch die Startzeit birgt nach Aussage Sutils einige Risiken. "Mir wäre es lieber, wenn das Rennen eine Stunde eher gestartet wird. So kommen wir sicher in die Dunkelheit", warnt der Starnberger. Schon in Australien hatte sich der Deutsche über mangelhafte Sichtverhältnisse beklagt.

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