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Heidfeld, Vettel & Co. - die Deutschen in Shanghai

Reifen nicht so schlimm wie befürchtet

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 22 Bilder

Der erste Trainingstag in Shanghai brachte den fünf deutschen Piloten eine klare Erkenntnis: Die Reifen verhalten sich nicht ganz so extrem wie befürchtet. Trotzdem wird die richtige Strategie entscheidend.

17.04.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Rosberg:
 
Nico Rosberg zog nach dem Trainingsfreitag in Shanghai (17.4.) ein zufriedenes Fazit. Vor allem an der Reifenfront scheint sich Entspannung einzustellen: "Ich denke bis zum Qualifying bekommen wir das hin", erklärte der Williams-Pilot. Allerdings halte der weiche Gummi nach den ersten Testfahrten in Shanghai keine zehn Runden. "Der Weiche ist zu weich, der Harte zu hart. Die richtige Strategie mit den Reifen wird am Sonntag über den Erfolg entscheiden."
 
Für das Rennen ist Rosberg optimistisch gestimmt. "Ich denke, dass wir hier unter den Top Ten sind. Das ist eine solide Basis." Der Wiesbadener will jetzt von Rennen zu Rennen fleißig Punkte sammeln. Vom Podium wollte Rosberg aber noch nicht sprechen. "Vor uns sind auf jeden Fall Brawn GP und Toyota. Das sind schon mal vier Autos. Da ist es nicht realistisch, an einen Podestplatz zu denken."

Timo Glock:

Auch Timo Glock zog ein positives Tagesfazit. "Das Auto hat sich hier von Beginn an ein Stück besser angefühlt als noch in Malaysia. Jetzt hoffe ich, dass wir über Nacht noch mal einen Schritt nach vorne machen können. Wir sind sicher nicht schlecht aufgestellt." Dabei helfen soll vor allem der wachsende Grip auf der Strecke. "Schon am Nachmittag lief es besser als im ersten Training am Vormittag", so Glock.

An der Reifenfront sieht der Kölner ebenfalls keine großen Probleme. "Die weichen Reifen bauen schon gut ab, aber damit können wir leben. Wenn die Strecke besser wird, sollte sich das Problem zum Qualifying hin hoffentlich noch weiter entschärfen." Auch mit den harten Reifen sieht Glock nicht so schwarz: "Es wird doch nicht so eine extreme Rutscherei wie alle befürchtet haben."

Sebastian Vettel:

Red Bull präsentierte sich im Training als bestes Team mit dem konventionellen Diffusor. "Nach dem Urteil haben wir uns auf das Tagesgeschäft konzentriert. Für uns war es ein normaler Freitag", so das Fazit des Heppenheimers. Trotz eines Defekts an der Hinterachse, der Vettel nach 22 Runden zum Trainingsende zwang, ist der Red Bull-Pilot optimistisch: "Wir sind schnell und zuverlässig. Jetzt liegt es an uns, Punkte zu holen."

Im Kräfteverhältnis sieht Vettel nach wie vor Brawn GP vorne. Dahinter liegen ein paar Teams zusammen, zu denen auch Red Bull gehöre. Wie seine Kollegen sieht auch der Youngster die Reifen als das entscheidende Thema: "Sie halten nicht sehr lange und sehr gut, aber ich denke, dass wir das in den Griff bekommen." Die Aussichten für das Rennen sind klar: "Wir fahren wie immer auf Sieg. Wie das dann klappt, wird man aber erst noch sehen müssen."

Nick Heidfeld:

Auch für Nick Heidfeld war es ein ganz normaler Freitag. An Platz 18 hat man sich bei BMW gewöhnt. Heidfeld und Kollege Robert Kubica sind in der Regel mit mehr Benzin unterwegs als die Konkurrenz. Der Abstand zur Spitze beträgt wie schon in Melbourne und Sepang 1,8 Sekunden. Der Rückstand wird am Samstag schrumpfen. Wie weit, das traut sich Heidfeld noch nicht zu sagen.

Die große Unbekannte sind die Reifen. "Das ist anders als bei den Freitagstrainings zuvor. Beide Reifentypen passen nicht. Der harte sammelt Gummifetzen auf und verklumpt sich. Der weiche Reifen fängt nach ein paar Runden das Körnen an und dazu kommt dann auch noch der Pickup." Eine Entscheidung ist bei Heidfeld bereits gefallen. Er wird weiter mit KERS fahren. Robert Kubica schwankte noch: "Bei sowenig Grip schwindet der Vorteil von KERS. Das wichtigste ist, dass wir die Reifen zum Arbeiten bekommen."

Adrian Sutil:

Für den letzten im deutschen Quintett verlief der erste Trainingstag ebenfalls erfreulich. Platz elf in der Zeitentabelle spiegelt aber wohl nicht ganz die aktuelle Stärke wieder. "Insgesamt war es heute OK. Wir konnten unser Programm durchziehen und die generelle Balance ist gut. Ich bin erfreut über die Position und denke, dass es ein guter Start war."
 
Auch zu den Reifen hat der 26-Jährige eine Meinung: "Durch die niedrigeren Temperaturen zu dieser Jahreszeit brauchen die Reifen etwas länger zum Aufwärmen. Die härtere Mischung (medium) ist in Ordnung auf die Distanz, aber sehr schwer für eine Runde. Der weiche (supersoft) ist dagegen gut für eine Runde, aber nicht ganz so schlecht wie erwartet bei längeren Stints."

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