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Heidfeld-Ziel

"Ferrari schlagen"

Foto: Daniel Reinhard 6 Bilder

BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld geht davon aus, dass sein Team auch beim vierten WM-Lauf an diesem Sonntag (27.4.) Barcelona einen Podestplatz erringen kann. Zudem äußerte der Mönchengladbacher im Interview die Hoffnung, bald auch Ferrari  schlagen zu können.

24.04.2008

Bei den bisherigen drei Rennen stand immer ein BMW-Sauber-Pilot auf dem Podium. Muss nach dem bisherigen Saisonverlauf davon ausgegangenen werden, dass Sie und/oder Robert Kubica auch beim Großen Preis von Spanien auf dem Treppchen stehen?
Heidfeld: Ich bin kein Hellseher, aber wenn die Kräfteverhältnisse so bleiben wie in den ersten drei Saisonrennen, dann kann man damit rechnen. Im vergangenen Jahr waren grundsätzlich vier Autos schneller als wir - beide McLaren und beide Ferrari. Aus eigener Kraft erreichbar waren damit für uns praktisch nur die Plätze fünf und sechs. Das war jetzt nicht mehr der Fall. In Bahrain waren wir besser als die McLaren, und die Ferrari waren zwar vor uns, aber das waren keine Welten. Es wird aber auch Strecken geben, die uns weniger liegen als den anderen, und dann haben wir keine Chance, aufs Podium zu fahren.

Ist BMW-Sauber stark genug, bereits in Barcelona um den Sieg mitzufahren?
Heidfeld: Ich hoffe, dass sich die Kräfteverhältnisse im Vergleich zu den ersten Rennen nicht zu unseren Ungunsten verschieben. Alle Teams haben Neuerungen am Auto, wir auch. Nach dem Test in Barcelona so kurz vor dem Rennen dort sollte man meinen, man müsste wissen, wo man steht. Aber das ist nicht so. Man weiß einfach nie, was die anderen gemacht haben, mit welcher Spritmenge sie gefahren sind und so weiter.

Wer ist derzeit Ihr stärkster Konkurrent: Ferrari oder McLaren-Mercedes?
Heidfeld: In den ersten drei Rennen hat das geschwankt. Vor dem Auftakt in Australien hat jeder gedacht, Ferrari sei das Maß der Dinge, und dann hatten sie keine Chance aufs Podium, da war McLaren stark. Aber in Malaysia und in Bahrain war Ferrari wieder da. Jetzt hoffe ich, dass wir auch Ferrari bald schlagen können.

In der Fahrer-Wertung liegen Sie drei Punkte hinter Titelverteidiger Kimi Räikkönen im Ferrari. Ist das nur eine Momentaufnahme oder sind Sie ein ernsthafter WM-Kandidat?
Heidfeld: Es ist zu früh, um das beurteilen zu können. Wir stehen momentan viel besser da, als wir vor der Saison erwartet konnten. In der kurzen Pause vor dem ersten Europarennen rüsten alle Teams nach, wir haben natürlich auch einige neue Aero-Teile. Die Frage ist, wer macht da den größten Schritt in der Weiterentwicklung, davon hängt jetzt alles ab. Das ist fast wie ein zweiter Saisonauftakt, die Kräfteverhältnisse können sich verschieben. Man muss unsere Position realistisch betrachten, man darf sie nicht über- und nicht unterbewerten. Es sind immerhin schon drei Rennen vorbei, es war ja nicht so, dass wir nur an einem Tag mal Glück hatten. Auf der anderen Seite hat meines Wissens noch nie einer die WM ohne Rennsieg gewonnen, und das haben wir noch nicht geschafft, dafür waren wir noch nicht stark genug.

Befürchten Sie, dass Kubica Ihnen teamintern den Rang ablaufen könnte, nachdem er zuletzt in Bahrain die erste Pole-Position für BMW-Sauber holte und er ohne seinen Ausfall beim Auftakt in Australien wohl auch in der WM vor Ihnen liegen würde?
Heidfeld: Nein, das befürchte ich nicht.

Glauben Sie, dass BMW-Sauber in der Konstrukteurs-Wertung seine Spitzenposition vor Ferrari und McLaren-Mercedes in Spanien verteidigen kann?
Heidfeld: Ich glaube, das wird sehr schwierig. Es ist sehr eng an der Spitze, Ferrari ist einen, McLaren zwei Punkte hinter uns. Zuletzt war Ferrari schneller, aber wir geben alles.

Erlebt die Formel 1 gerade ein weiß-blaues Wunder oder entspricht der aktuelle Dreikampf dem neuen, veränderten Kräfteverhältnis?
Heidfeld: Das sieht von außen vielleicht wie ein Wunder aus, weil sich das Team in den zwei Jahren wirklich fantastisch gesteigert hat. Aber mit einem Wunder hat das nichts zu tun. Die drei Podestplätze, die Pole, die schnellste Rennrunde und die Tabellenführung hat uns ja keiner geschenkt. Das ist alles erarbeitet. Das Team hat eine extreme Phase hinter sich. Bei der Präsentation des F1.08 in München haben wir uns alle überschlagen vor Begeisterung für das schöne, neue Auto - und dann kam der Roll-out mit miserablen Rundenzeiten. Ich war geschockt, aber unsere Ingenieure waren es nicht. Sie haben ein Problem nach dem anderen aussortiert. Wie das gelaufen ist, war beeindruckend. Der Druck war enorm, es ist aber keiner in Panik geraten.

Rechnen Sie fest mit Ihrem ersten Grand-Prix-Sieg in diesem Jahr?
Heidfeld: Ich hoffe fest auf meinen ersten GP-Sieg in diesem Jahr.

Inwieweit tangiert Sie als Fahrer die Sex-Affäre um den Präsidenten des Internationalen Automobil-Verbandes FIA, Max Mosley?
Heidfeld: Ich verfolge das Ganze natürlich mit Interesse, es ist ja auch an der Rennstrecke ein viel diskutiertes Thema. Aber es behindert mich nicht bei meiner Arbeit.

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