Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Heidfeld

"Zielsetzung bleibt"

Foto: Daniel Reinhard 17 Bilder

Nach dem Rücktritt von Michael Schumacher etablierte sich Nick Heidfeld in der vergangenen Saison als bester deutscher Formel-1-Pilot. Der 30 Jahre alte Mönchengladbacher will in seinem dritten Jahr mit BMW-Sauber den ersten Sieg einfahren.

04.03.2008

Hat die Vorbereitungszeit bis zum Saisonauftakt gereicht?
Heidfeld: Ich hätte schon noch gerne mehr Zeit, um das Auto weiterzuentwickeln, aber ich denke, wir sind jetzt bereits in einer vernünftigen Position. Speziell im Vergleich zu der, in der wir beim Rollout waren, haben wir uns enorm weiterentwickelt. Trotz der schwierigen Situation beim Rollout waren die Stimmung und die Arbeitsweise im Team sehr gut.

Das klingt aber auch ein bisschen, als seien Sie beim Rollout erschrocken gewesen über die Performance des neuen Autos.
Heidfeld: Nein, ich war nicht wirklich erschrocken, aber ich habe mich schon ein bisschen geärgert. Ich hatte ein bisschen mehr erwartet. Aber ich bin auch nicht zum Rollout gekommen und habe erwartet, dass das Auto jetzt so und so schnell ist. Dafür bin ich zu lange in der Formel 1. Nur weil ein Auto schnell aussieht, muss es das auf der Strecke nicht sein.

Wo stehen Sie denn mit dem Team nun?
Heidfeld: Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen, denn wir wollen unser erstes Rennen gewinnen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass wir das Anfang der Saison gewinnen, aber die Zielsetzung bleibt nach wie vor die gleiche.

Das heißt, Sie werden erst in der zweiten Saisonhälfte den ersten Saisonsieg ansteuern?
Heidfeld: Der erste Sieg in 2008 ist unser Ziel. Vorherzusagen, wann und wie - das ist schwierig. Für mich lieber früher als später, aber ich glaube daran, dass wir es schaffen.

War denn der Sprung mit dem neuen Auto so groß?
Heidfeld: Die entscheidende Frage ist die Erwartungshaltung. Und die ist intern und auch von außen sehr groß. Wenn es darum geht, ähnlich abzuschneiden wie im vergangenen Jahr, dann wären wir gut auf Kurs, denke ich. Aber das ist nicht unser Ziel.

War es auch ein bisschen Zocken, einen so großen Schritt zu machen? So etwas birgt doch auch größere Gefahren.
Heidfeld: Es birgt Gefahr, aber auch mehr Chancen. Man hat geglaubt, dass es funktioniert und deswegen ist man in diese Richtung gegangen. Auch ein bisschen extremer als sonst, weil man weiß, wenn man den großen Schritt nicht macht, kommt man nie ganz an die Spitze. Für mich ist es genau richtig, diesen Schritt zu machen, sonst würden wir irgendwo rumfahren, nur nicht an der Spitze. Es ist besser, vielleicht auch mal einen Fehler zu machen, die Lehren daraus zu ziehen und sich dann wieder nach vorne zu entwickeln. Das ist besser als auf der Stelle zu treten.

Kommt es zu einem deutschen Duell mit Nico Rosberg, der bei den Testfahrten im Williams-Toyota sehr gute Leistungen zeigte?
Heidfeld: Das kann sein. Aber mir ist das ehrlich gesagt ziemlich schnuppe. Ob das Nico ist, Fernando Alonso oder Takuma Sato - es ist nichts anderes, nur weil es ein Deutscher ist.

Spüren Sie einen besonderen Druck in diesem Jahr?
Heidfeld: Es ist schon ein anderer, aber ich nehme den Druck von außen nicht sonderlich wahr. Ich bin mit Druck groß geworden seit meiner Kartzeit. Ich gehe damit aber auch nicht komplett anders um als vor 13 Jahren.

Was ist denn in den ersten Rennen, insbesondere in Australien und anschließend in Malaysia für Sie mit dem neun BMW-Sauber möglich?
Heidfeld: Ich denke, dass wir die drittstärkste Kraft sind. Es kommt aber auch auf immer auf den Rennverlauf an. Vielleicht sind wir auch nicht die drittstärkste Kraft.

Wäre es denn eine Enttäuschung, am Ende der Saison Ihren ersten persönlichen Sieg und den ersten für das BMW-Sauber-Team in seinem dritten Jahr verpasst zu haben?
Heidfeld: Nein, das wäre für mich keine Enttäuschung. Natürlich spielen Platzierungen eine Rolle, aber es ist entscheidender, wie sich das Auto und das Team hinter den Kulissen über das Jahr entwickelt. Mein Ziel ist natürlich weiterhin, Weltmeister zu werden. Dass wir es dieses Jahr nicht schaffen, ist sehr wahrscheinlich, aber ich sehe nach wie vor, dass es vom Potenzial her möglich sein sollte mit diesem Team. Das ist für mich eher der Background, als zu sagen: Wenn wir dieses Jahr die Platzierungen nicht schaffen, ist es eine Katastrophe. Für mich zählt mehr, was ich für die Zukunft erwarte.

Umfrage
Gelingt Heidfeld 2008 sein erster GP-Sieg?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden