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Heidfelds Feuer-Unfall

Ungarn-Chassis ist Schrott

Heidfeld - GP Ungarn - Formel 1 - 31.7.2011 - Highlights Foto: xpb

Nach dem Feuer am Rennwagen von Formel-1-Pilot Nick Heidfeld beim Großen Preis von Ungarn ist das Chassis nicht mehr zu gebrauchen.

04.08.2011 dpa

Der Renault R31 von Nick Heidfeld ist ein Abschreibposten. Nicht das Feuer zerstörte das Auto, sondern eine Explosion. Die Pressluftflasche für die Ventilpneumatik flog in die Luft.
 
Es war die spektakulärste Szene des GP Ungarn. Nick Heidfeld beschleunigte aus der Box und zog auf der linken Seite einen Feuerschweif hinter sich her. Der Deutsche dachte noch, das Feuer würde durch den Fahrtwind ausgehen, doch dem war nicht so. Zum zweiten Mal nach dem Samstagstraining von Barcelona fackelte sein schwarzer Renner ab. Doch diesmal blieb nicht viel davon übrig.

Auspuffloch als Brandursache

Nicht das Feuer hat dem Renault R31 den Garaus gemacht, sondern eine Explosion. Deshalb auch der Trümmerteppich links neben dem Auto, als Heidfeld längst geparkt hatte. Die Hitze des Auspuffeuers sorgte dafür, dass die Pressluftflasche platzte, die das pneumatische Ventilsystem mit Luft versorgt. Eine Analyse des Vorgangs ergab, dass das rund 1,30 Meter lange Endrohr des Renault offenbar schon im Training einen Riss bekam. Vermutlich wegen neuen Motorkennfeldern, die den Auspuff thermisch stärker belasten.

Der zweite Boxenstopp von Heidfeld dauerte ungewöhnlich lang. 25,434 Sekunden von Einfahrt bis Ausfahrt. Gute Stopps lagen bei 20 Sekunden. Die Standzeit betrug 6,3 Sekunden. Während das Auto steht und der Motor hoch dreht, gelangt Benzin in den Auspuff, das dort verbrannt wird. So startete der Brand. Zunächst war es nur ein moderates Feuer. Doch je mehr Verkleidungsteile betroffen waren, umso größer wurde die Hitze. Und das hielt die unter hohem Druck stehende Pressluftflasche nicht aus.

Renault will jetzt Maßnahmen ergreifen, dass sich der Vorfall nicht wiederholt. Die FIA wurde über den Ablauf des Zwischenfalls und die Maßnahmen des Teams informiert. Heidfeld tröstet das kaum. Für ihn war es der zweite Nuller in Folge.

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