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Heikki Kovalainen

Bewerbungsfahrten bis Saisonende

Heikki Kovalainen Foto: McLaren-Mercedes 57 Bilder

Ende Juli lief die Option von McLaren-Mercedes auf Heikki Kovalainen aus. Das Team hat sie bis jetzt noch nicht eingelöst. Kovalainen steht damit auf der Kippe. Wenn McLaren keinen geeigneten Ersatz findet, kann er bleiben. Doch darauf zu spekulieren, ist gefährlich.

19.08.2009 Michael Schmidt

Am 31. Juli hätte McLaren-Mercedes Farbe bekennen müssen. Doch die Option auf eine dritte Saison mit Heikki Kovalainen verstrich ungenutzt. Der Finne ist damit theoretisch ein freier Mann. Und trotzdem könnte er auch 2010 für McLaren-Mercedes fahren. Wenn der Markt nichts besseres hergibt.

Rosberg als möglicher Silberpfeil-Kandidat

Dass Nico Rosberg eine mögliche Alternative ist, nach dem Rückzug von BMW umso mehr, ein offenes Geheimnis. Doch der Williams-Pilot hat offiziell seine Wahl noch nicht getroffen. Kovalainen kann also noch hoffen. Doch darauf zu spekulieren, dass sein Cockpit nicht anderweitig besetzt wird, ist für das Management des Zwölften in der WM gefährlich. Flavio Briatore sondiert bereits den Markt für seinen Schützling. Für alle Fälle.

Der Punktestand spricht nicht unbedingt für Heikki Kovalainen. In der WM-Wertung hat der Finne nur neun Zähler, nicht einmal halb so viele wie Teamkollege Lewis Hamilton. Im Trainingsduell geht es knapper zu. Da führt Hamilton nur mit 6:4. Dieser Trend war schon im Vorjahr zu beobachten. Auf eine Runde bezogen ist Kovalainen dichter an Hamilton dran als über eine Renndistanz. Beim GP Ungarn fehlten dem Blondschopf nach 70 Runden auf Sieger Hamilton 34,3 Sekunden. Trotzdem beteuert Kovalainen: "Gemessen am Speed bin ich in diesem Jahr näher an Lewis dran. Sowohl im Training, als auch im Rennen."

Schonenderer Fahrstil

Der Sieger des GP Ungarn 2007 hat nach den Erfahrungen des Vorjahres seine Fahrweise und die Abstimmung des Autos umgestellt. Das hält die Reifen länger am Leben. "Ich fahre nicht mehr mit soviel Speed in die Kurven rein, achte mehr darauf, dass ich die Zeit am Kurvenausgang gutmache", erzählt Kovalainen. Der 27-Jährige aus dem hohen Norden ist ein KERS-Fan. Jetzt, wo der McLaren MP4-24 seine Kinderkrankheiten abgelegt hat, wird der Hybridantrieb zur strategischen Waffe. "Das Auto hat jetzt deutlich mehr Grip, ist viel besser ausbalanciert", lobt Kovalainen die jüngsten Umbauten.

"Wir müssen jetzt nicht mehr Angst haben, dass uns das Heck ohne Vorwarnung überholt. Dieses Vertrauen ist allein zwei bis drei Zehntel wert." Das nervöse Heck war in der ersten Saisonhälfte für einige Unfälle verantwortlich. Zum Beispiel in Monte Carlo, wo man sich trotz der Probleme noch am meisten ausgerechnet hatte. Kovalainen fuhr auf Punktekurs, war spritbereinigt schneller unterwegs als der Rest: "Ich war in dieser Runde einen Tick schneller unterwegs als in der Runde zuvor. Das hat schon ausgereicht, dass mir in der Schwimmbadschikane das Heck ausgebrochen ist. Das Vorjahresauto hätte ich bei so einem Quersteher noch eingefangen." Mit den bekannten folgen: Schrott statt mögliche drei Punkte auf dem Konto.

Mehr Vertrauen ins Heck

Der Schlüssel des McLaren-Comebacks war der neue Frontflügel. "Jetzt wird das Heck viel besser angeströmt und der Computer kann besser arbeiten", erzählt die Nummer zwei von McLaren. Damit stimmt auch das Verhältnis zwischen Luftwiderstand und Abtrieb wieder. "Vorher mussten wir über den Heckflügel im Heck Anpressdruck generieren. Das hat uns natürlich Speed auf der Geraden gekostet." Seit der Diffusor den Abtrieb liefert, den die Ingenieure von ihm erwarten, hat sich die aerodynamische Effizienz entscheidend verbessert.

Am Hungaroring waren die McLaren-Mercedes die schnellsten Autos auf der Geraden. Für Kovalainen wird der Rest der Saison trotz der günstigen technischen Vorzeichen eine Hängepartie. "Ich muss jedes Rennen nutzen, um auf mich aufmerksam zu machen. Das Gute ist, dass man gegen Lewis Hamilton immer im Blickpunkt steht. Er ist der Weltmeister, und die Leute vergleichen dich mit ihm, egal ob das Duell im Mittelfeld oder an der Spitze stattfindet."

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