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Heimniederlage gegen Vettel

Webbers Melbourne-Geheimnis

Mark Webber GP Australien 2011 Foto: xpb 23 Bilder

Mark Webber glaubt, dass seine Probleme von Melbourne gelöst sind. Der Fehler lag offenbar in der Abstimmung seines Red Bull. Was genau schiefgelaufen ist, darüber macht der WM-Dritte des Vorjahres ein Geheimnis.

07.04.2011 Michael Schmidt

Im Training fehlten Mark Webber acht Zehntel auf Sebastian Vettel. Im Ziel waren es 38 Sekunden. Für den WM-Dritten des Vorjahres war sein Heimrennen ein Debakel. Da konnten auch die zehn WM-Punkte für Platz fünf nicht darüber hinwegtäuschen. "Seb war in einem anderen Rennen als ich. Er hat gezeigt, was dieses Auto kann", stellte Webber nach dem ersten Grand Prix des Jahres fest.

Danach ging das Rätselraten los. Was hat Webber im Training und Rennen gebremst? "Wir haben die Probleme lokalisiert, aber ich möchte nicht darüber sprechen", gab der Australier eine unbefriedigende Auskunft. Immerhin verrät Webber: "Die Probleme des Trainings haben nichts mit denen des Rennens zu tun."

Unterboden-Problem in der Melbourne-Qualifikation

Die Gründe für die Trainingsniederlage sind immerhin bekannt. Wie auto motor und sport in seiner aktuellen Ausgabe (9/2011) berichtet, bremste Webbers RB7 ein Schaden am Unterboden. Bei einem so extremen Auto wie dem Red Bull können kleine Anomalien größe Wirkung haben.

Außerdem hat der Mann aus New South Wales die Reifen zu seinen drei Qualifikationsversuchen zu aggressiv angefahren. Seine drei Aufwärmrunden waren drei, vier und sieben Sekunden schneller als die seines Teamkollegen. Das haben die Reifen nicht verziehen. Zu Beginn der fliegenden Runde herrschte mit Vettel noch halbwegs Gleichstand. Im ersten Sektor verlor Webber nur ein Zehntel. Im zweiten wuchs der Rückstand auf vier, im dritten auf insgesamt acht Zehntel an.

"An dieser Theorie ist etwas dran", grübelte Webber in Australien. "Aber das erklärt nicht den ganzen Rückstand auf Seb. Seine Zeit wäre ich nie gefahren. Unter besten Bedingungen hätte ich es bis auf drei Zehntel an ihn heran geschafft."

Webber spricht von Setup-Problemen

Doch warum hatte Webber im Rennen so mit seinen Reifen zu kämpfen? Warum spürte er schon nach drei Runden keinen Grip mehr? Und warum ging ihm gleich nach dem Zielstrich der Sprit aus, während sein Teamkollege noch eine Ehrenrunde schaffte, obwohl der die 58-Runden-Distanz um 38 Sekunden schneller absolvierte?

Nach längerem Nachhaken murmelt Webber etwas von "Setup-Problemen". Red Bull-Berater Helmut Marko führte es in Melbourne auf die Psyche zurück: "Mark hat sich bei seinem Heimrennen zu sehr unter Druck gesetzt. Er traf auf einen super relaxten Vettel in Hochform."

Extreme Bedingungen in Malaysia

Webber sieht Red Bull zwar in der Favoritenrolle, würde aber nicht unterschreiben, dass der Grad Prix von Malaysia schon gelaufen ist. "Im Training ist Seb in einer eigenen Liga gefahren. Im Rennen war es enger. Hier sind die Reifen die größte Unbekannte. In Malaysia herrschen für sie die extremsten Bedingungen nach Istanbul."

Auch KERS ist ein Fragezeichen. "Wir fangen damit an", sagt Webber. Doch ob bei tropischen Temperaturen die Kühlung der Batterien funktioniert, das weiß Red Bull erst nach dem Freitagstraining.

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