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Helmut Marko entdeckt Talente

Wird Vergne von Kvyat "beerdigt"?

Helmut Marko mit Kvyat & Vergne - F1 2014 Foto: xpb 26 Bilder

Red Bull gewinnt zwar keine Rennen, tröstet sich aber mit kleinen Lichtblicken. Die Nachwuchsleute Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat schlagen voll ein. Teamberater Helmut Marko erzählt, wie er beide kennengelernt hat.

22.04.2014 Michael Schmidt

Wenn Seriensieger nicht mehr gewinnen, suchen sie sich andere kleine Triumphe. Sebastian Vettel war das erste Kind aus dem Red Bull-Kader, das die Fördergelder und den Aufwand gerechtfertigt hat. Der Heppenheimer zahlte mit vier WM-Titeln zurück. Jetzt hat Red Bull wieder zwei Talente im Stall, die Hoffnung machen.

Daniel Ricciardo gibt Vettel aktuell richtig Feuer, und Toro Rosso-Neuling Daniil Kvyat fuhr im vierten Rennen zum dritten Mal in die Punkte. Red Bull-Teamchef Christian Horner meinte zu seinem Berater Helmut Marko: "Der Kvyat fährt den Vergne ganz schön an die Wand. Wenn das so weitergeht, beerdigt er ihn."

Ricciardo-Schlüsselerlebnis in Estoril

Marko ist zufrieden mit seinen Youngstern. "Ricciardo fährt eine super Saison. Setzt sich rein, gibt Gas und macht keine Fehler." Horner fügt hinzu: "Daniel lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Sein Lachen ist ihm weder nach der Disqualifikation in Australien, noch nach dem Boxenstopp-Chaos in Malaysia vergangen. Er gewinnt mit jedem Rennen mehr Selbstvertrauen, gibt den Ingenieuren ein unglaublich gutes Feedback vom Auto und spricht im Cockpit so ruhig, als würde er gerade einen Kaffee trinken."
 
Marko erinnert sich an seine erste Begegnung mit dem 24-jährigen Australier: "Es war auf einem Formel Renault-Test in Estoril. Ich stand an der Strecke. Ricciardo ist quer um die zwei schnellen Rechtskurven vor der Schikane gekommen. Da wusste ich: Das ist mein Mann." Der strenge Doktor sieht aber auch noch Schwächen. "Daniel verliert bei der Anfahrt zum Boxenstopp noch zu viel Zeit. Er bremst sich zu zögerlich hin."

Wächst Kvyat aus dem Red Bull-Cockpit?

Red Bulls Talentscout freut sich auch über die Entwicklung von Daniil Kvyat, den er nur "unseren Russen" nennt. Auch da gibt es ein Schlüsselerlebnis. "Es war ein Formel 3-Rennen auf dem Red Bull-Ring. Für Kvyat erst das zweite, und das gleich bei strömendem Regen. Er ist mit einer halben Sekunde Vorsprung die schnellste Zeit gefahren."
 
Vorher war der Mann aus Ufa gar nicht so positiv aufgefallen. "In der Formel BMW war Carlos Sainz schneller. Danach war es umgekehrt. Da hat der Sainz fast so etwas wie einen Kvyat-Komplex entwickelt."

Defizite bei dem Toro Rosso-Youngster gibt es noch bei der Fitness. Marko verteidigt sein Juwel: "Daniil ist in eineinhalb Jahren um 20 Zentimeter gewachsen. Wegen dieses Wachstumsschubs konnte er eine Zeitlang nicht richtig trainieren." Mit einem Lächeln meint der Österreicher: "Ich hoffe, er hört jetzt mit dem Wachsen auf. Sonst nimmt ihn der Newey nie."


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